Der heutige Tag begann nach einem guten Frühstück im Gasthof Anton Stöberl relativ sonnig und etwas wärmer als die letzten Tage. Foto: Abfahrt vorm Gasthaus Start: 9:45 Uhr Heute wollte Wolfgang zeigen, dass er doch schneller ist, als die für ihn liebste Frau der Welt. Das Ergebnis: bis Passau (75 km) fuhren wir einen Durchschnitt von über 20 km/h. Am Grenzübergang in Passau war der Abschied von Wolfgang und Bärbel gekommen. Sie hatten mich abwechselnd 3 Tage (ab Nürnberg) begleitet und es hat Spaß gemacht. Mein Gepäck wurde die 3 letzten Tage im Auto transportiert. Ab der Grenze bin ich voll beladen (siehe Foto). Zusammen mit dem Gewicht des Rades (ca. 18 kg) dürfte ich nun knapp 60 kg transportieren. Mein Rad muss darüber hinaus noch mein Gewicht (ca. 85 kg) aushalten. Insgesamt muss ich also knapp 3 Zentner vorwärts bewegen und das wird nicht einfach. Hilfreich ist, dass es kaum Berge gibt, und wenn das Rad der Fa. Raddesign auf gerader Strecke erst einmal rollt, gibt es kein Halten mehr. Konditionsprobleme gibt es bei der leichten Streckenführung glücklicherweise nicht. Der Radweg ist für Antisportler wie mich geradezu genial. Es ist noch nicht viel los auf dieser eigentlich viel befahrenen Radroute. Ich vermute, dass ich dem Ansturm (Do ist Feiertag) um wenige Tage zuvorgekommen bin. Nach insgesamt 112 km (Durchschnitt gut 19 km/h) erreichte ich um 19:45 Uhr in Wesenufer die Frühstückspension Feiken. Ich bekam ein Appartement, in dem 5 Leute Platz gehabt hätten. Endlich gab es wieder eine Badewanne und ich konnte Hüfte und Lendenwirbel (beide hatten sich im Laufe des Tages unsanft gemeldet) etwas Gutes tun. Die Pension gehört zu dem Zusammenschluss TOP RAD STOP. Hier kann man für 8 Euro den Transport des Gepäcks zum nächsten TOP RAD STOP-Hotel buchen. Die Pension am Hang verfügt über eine Dachterrasse mit einem grandiosen Donaublick. Sehr nett werde ich aufgenommen und das Rad in der Garage sicher untergebracht. Die Pension verfügt über Sauna (sehr gut) auch über ein Solarium (sehr schädlich). Einziger Kritikpunkt: im Zimmernachweis der Orte Waldkirchen/Wesenufer steht zu der Unterkunft, dass ich dort ein Internetanschluss vorhanden ist. Es gibt auch eine WLAN-Verbindung, die ich aber ohne Passwort nicht nutzen kann. Auf Nachfrage erklärte mir die Wirtin, dass ich im Büro zur Abfrage von Mails den PC nutzen kann. Das reicht aber nicht, um die Homepage aktuell zu halten. Kosten für Ü/F: 21 Euro (der Clou: bei der Abfahrt zahlte ich nur 20 €, weil Radler einen Bonus von 1 € bekommen). Einen Tipp habe ich leider nicht beachtet, möchte ihn aber weiter geben: Ab Engelhartszell lohnt es sich, auf die linke Donauseite zu wechseln, weil die Weiterfahrt dort ruhiger ist. Ich musste 10 km auf der Bundesstraße fahren und diese Strecke ist nicht unbedingt empfehlenswert.
Das Wetter heute 26.4.: vormittags schön, nachmittags einige Schauer und recht wolkig, aber insgesamt wohl der beste Tag bisher.
Am 27.4. gab es vor der Abfahrt ein ordentliches Frühstück und von der Bedienung (war gestern nicht die Eigentümerin) den Tipp, 500 Meter zurück zu fahren, die Brücke zu nutzen und die andere Donauseite zu nutzen, um nicht weitere 5 km auf der viel befahrenen Bundesstraße zu bleiben. An der Donauschlinge gibt es dann eine Fähre, die mich zurück ans rechte Ufer bringen wird. Die Abfahrt verzögert sich etwas. Ich bin zwar früh aufgestanden, habe dann aber mit der Bedienung lange geplaudert. Sie stammt aus Rumänien und ihre Familie wohnt noch dort. Sie erzählt mir von den Millionen Rumänen, die nach der Revolution (ihre Worte) im Ausland ihr Glück suchten, weil es in Rumänien keine, oder schlecht bezahlte Arbeit gibt. Familien werden getrennt und das Leben insgesamt sei nicht leicht. In den letzten 18 Jahren sei von dem Aufschwung kaum etwas zu spüren zumindest nicht für die Rumänen, die in der Heimat geblieben sind. Aber auch dort gibt es Millionäre und Milliardäre, die Anfang der 90ige Jahre über welche Wege auch immer zu Reichtum gekommen sind. Eine ähnliche Entwicklung gibt es ja auch in Russland und vielen Staaten der früheren UDSSR zu beobachten. Wenige scheffeln Milliarden auf dem Rücken des einfachen Volkes.