Apfel- Marillen und Weinplantagen wechseln sich ab. Seele, was willst Du mehr!
Start um 9 Uhr. Ankunft um 20:15 Uhr Es ist sonnig und der bisher schönste Tag liegt vor mir. Das bezieht sich sowohl auf’s Wetter, als auch auf die Landschaft. Die Wachau ist in weiten Teilen absolut gigantisch. Weinberge wechseln sich ab mit Apfel- und Marillenplantagen. Auf den Höhen tauchen prunkvolle Bauten, Stifte, Burgen und Ruinen auf. Frühe Mittagspause in Ybbs. Der kleine Abstecher vom Donaudamm in die Altstadt lohnt sich. In der Altstadt kann man preiswert essen. Bis Melk sind es noch gut 30 km. Melk, die Eingangspforte in die Wachau ist schön, aber auch Nepp. Am Ufer ankerten 3 Kreuzfahrtschiffe. In der Stadt wimmelte es von Amerikanern. Eine nette Dame sprach mich auf meine Tibet-Flagge an, die sie zuerst nicht erkannte und freute sich über meinen Flyer zur Radtour. Kurz vor Melk habe ich einen Radler getroffen (Nils), der in die Gegend südlich des Balatons will. 30 km weiter haben wir uns noch einmal getroffen und sind einige km gemeinsam geradelt. Heute war wieder Ostwind und der zehrt an meinen Kräften. Da kann ich mit gut 150 km und knapp 17 km/h Durchschnitt ganz zufrieden sein. Morgen soll von Westen Regen einsetzen. Das könnte zumindest den Vorteil haben, dass der Wind dreht. Ab nachmittags soll der Regen auch in der Region Wien ankommen. Vielleicht mache ich dann einen halben Tag Pause. Ich könnte diese nutzen, um mein Rad noch einmal durchchecken zu lassen. Ich habe beim Licht ein Kabel abgerissen und könnte in diesem Zusammenhang noch einmal Schaltung und andere Komponenten überprüfen lassen. Nach Bratislava könnte es mit den Werkstätten schlechter werden. Eine Übernachtungsmöglichkeit habe ich in Tulln gefunden und zwar im Haus des österreichischen Alpenvereins (auch für Nichtmitglieder – 15 Euro Übernachtung zzgl. 3 Euro Frühstück). Die Herberge im Stil früherer Jugendherbergen mit Gemeinschaftsduschen und Gemeinschafts-WC ist für mich auf dieser Tour ok, insbesondere wenn ich, wie hier alleine in einem 4-Bett Zimmer nächtigen kann. Die Höflichkeit der Bewirtung ließ allerdings stark zu wünschen übrig, aber vielleicht bin ich in dieser Beziehung auch etwas dünnhäutig.
Morgens zum Frühstück bediente dann eine andere Dame und die Sache mit der Höflichkeit klappte wieder