Die letzten beiden Abende habe ich sehr schlecht eine Übernachtungsmöglichkeit bekommen. Das soll sich ändern. Die nächsten Etappen werde ich das Ziel nicht nach meinen konditionellen Möglichkeiten, sondern nach frühzeitigen Übernachtungsmöglichkeiten aussuchen. Heute hat das schon geklappt. Die Zimmersuche in Mohacs hat nur 45 Minuten (6 km gefahren) gedauert. Start: 10 Uhr Ankunft: 17:15 Uhr Zimmer: 18:00 Uhr 95 km mit Zimmersuche 16 km/h Durchschnitt Temperatur: 22 Grad – für mich zum Rad fahren völlig passend. Wetter: morgens sonnig, zum Nachmittag wolkiger mit Gewitterwolken – es blieb aber trocken -- Wind hat kaum stattgefunden.
Ich übernachte für über 35 Euro auf einer Reiterpension ziemlich am Ende der Stadt. Den Preis finde ich happig, aber die Zimmer und insbesondere das Bad sind schön. Nach Rückfrage mit der Chefin konnte ich auch an dem Hausmenü teilnehmen. Es gab eine Fleisch-Gemüsesuppe (Terrine) und als Hauptgang Geflügel mit Kartoffen und eingelegten Gurken.
Auch morgen plane ich nach Übernachtungsmöglichkeit. Ich habe heute die Strecke genau auf der Karte begutachtet. Wenn ich früh loskomme, sollte ich Vukovar erreiche, sonst Osijek. Beide Städte sind groß und haben genügend Hotels. Ich werde Apatin nicht anfahren, weil ich Serbien wo eben möglich meiden möchte. Also geht es morgen früh über die Grenze nach Kroatien. Die Grenze ist nur ca. 12 km entfernt und ich werde heute mal meine letzten Forint auf den Kopf hauen. Nach dem Preis für die Übernachtung ist das allerdings nicht sehr schwer.
Für das Beobachten von Tieren und Pflanzen bleibt immer noch Zeit. An den letzten drei Tagen habe ich folgende Tiere gesehen: Maikäfer: unzählige Schwalbenschwänze: 2 Schlange: 1 3 Alt-Störche und ein Nest mit Jungstörchen
Mittagessen gibt es heute in Baja. Dort gibt es einen Fluss, der in die Donau mündet. Am Ufer dieses Flusses, mitten in der Stadt, befinden sich knapp 10 Restaurants – alle mit schöner Terrasse zur Flussseite. Ich suche mir den schattigsten Platz aus.
Der Radweg ist auf den 20 km vor Baja und noch einmal 20 km danach sehr gut. Er verläuft asphaltiert auf dem Deich. Die andere Strecken verläuft auch größtenteils auf dem Deich, ist jedoch nicht asphaltiert. Insgesamt war es heute ein schöner Tag und meine Laune steigt wieder.
Morgen werde ich Kontakt mit dem Auswärtigen Amt aufnehmen und mich nach Verhaltensregeln in Serbien erkundigen. Eigentlich müsste im Moment alles im grünen Bereich sein, aber ich möchte da sicher gehen.