10.05.08 Heute morgen bin ich erst um 10 Uhr losgekommen. Das lag aber zuerst daran, dass das Frühstück im Hotel sehr spät war. Im der nächsten Stadt musste ich zuerst die Apotheke aufsuchen. Es war schwierig, mich verständlich zu machen. Dort wurde nur Landessprache gesprochen. Aber schließlich konnte ich mich doch verständlich machen: Fußpilz! Das war zwar eine Apotheke, aber so eine Krankheit gibt es auf dem Balkan anscheinend nicht – kein Mittel da. Dann habe ich mich im Ort verfahren. Ich treffe gleich auf 2 größere PKW mit deutschen Kennzeichen und Fahrern serbischer Nationalität aus der Gegend. Sie helfen mir sehr was die weitere Fahrt angeht, aber was Fußpilz auf serbisch heißt, wissen sie auch nicht. Das Wort wäre zu lang. Außerdem gibt es diese Krankheit in Serbien nicht. „Sagen Sie einfach, die Füße stinken, dann bekommen Sie schon ein passendes Mittel." Ein PKW (Vater und Sohn) fahren mit dem PKW voraus, um mir den Weg zu zeigen. Der Sohn macht im Juni in Vinci ein Restaurant auf. Hier als Dank ein Foto:
Apotheke in Golubac: Eine Kundin spricht etwas deutsch und übersetzt. Was haben Sie? Fusspilz? Nie gehört. Zeigen Sie mal den Fuß. Sie sprechen aber komisch deutsch. Ich war mal in Österreich, die sprechen ein ganz anderes deutsch. Ich bekomme ein Pulver und Pflaster und wage zu bezweifeln, ob das wirklich hilft. Die alte Dame verabschiedete mich nett.
Nachmittags war ich sehr leichtsinnig. Da spreche ich lieber nicht drüber. Passiert auch nicht wieder. Abends Ankunft in D. Milanovac um 18 Uhr. Das einzige Hotel ist ein Sporthotel und hier ist der Bär los. Hunderte Sportler mit Pressezentrum und allem pipapo. Nach den Sportanlagen scheint es sich hier um ein Leistungszentrum zu handeln…..und Pfingsten ist das Topevent des Jahres. Ich sehe die vielen Sportler und wage kaum auf ein Zimmer zu hoffen. Ich bekomme das Zimmer von einem Sportler, der abgesagt hat. Zuerst soll ich ein Zimmer für 60 Euro bekommen, später ist dann doch eins für gut 30 Euro frei.
Das Essen im Lande ist günstig: Mittagessen in Golubac an der Strandpromenade: Cevapcici mit Pommes und schönem Salat, 2 Kaffee und 2 Mineralwasser, sowie 3 Kugeln Eis für 13 Euro.
Das Abendessen in D. Milanovac: Fischsuppe (Größe: 2 Süppchen), 3 verschiedene Fischfilets (gebraten) mit Kartoffeln, dem obligatorischen warmen Weißbrot und 3 Bier für 15 Ђ.
88 km Wetter: morgens heiter, nachmittags zogen dunkle Wolken auf, aber es regnete nicht, wurde aber wieder windiger.
Die Donauregion ist hier sehr schön. Ich befinde mich am Anfang des Nationalparks „Eisernes Tor" auf serbischer Seite. Kurz vorher hat die Donau einen riesigen Bauch gebildet und ist geschätzt 3-5 km breit. Jetzt zwängt sie sich durch die Karpaten und ist zwischenzeitlich sehr schmal, weil ihr die Berge keinen Platz lassen. Da es kaum ein Gefälle gibt, ist der Strom hier allerdings sehr ruhig. Ich bin an einem Museum vorbeigekommen, welches bekannte archäologische Schätze beherbergt. Hier wurde die älteste bekannte Siedlung auf europ. Boden ausgegraben (8000 vor Chr.).
Frühstück am Pfingstsonntag: ok Im Frühstückssaal ist für gut 400 Sportler eingedeckt. Das ist schon gigantisch, diese große, hohe Raum mir Blick von oben auf die Donau. Auf der anderen Donauseite ist Rumänien.
Letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen. Gestern habe ich einige Male geschoben, weil ich mich außerhalb des Straßennetzes bewegt habe. Dann liegt das Hotel am Berg. Gegen 18 Uhr musste ich das Rad hinaufschieben und später nach dem Essen im Ort noch einmal. Außerdem ist im Hotel der Fahrstuhl ausgefallen und muss die Etagen vielfach über das Treppenhaus machen. Das hat mir die Entzündung am Hüftgelenk übel genommen und mein rechtes Bein ist verspannt vom Gesäß bis zum Schienenbein. Möglicherweise lässt auc die Wirkung der letzten Cortisonspritze langsam nach. Immer wieder bin ich deshalb wach geworden. Es ist schade, dass diese Geschichte die wunderschönen Eindrücke dieser Tour etwas verwischt