Den Beicht fuer diesen Tag habe ich auf Stick gespeichert. Hier im I-Cafe kann ich ihn leider nicht nutzen. Deshalb hier die Kurzform (Bericht und Fotos kommen spaeter):
Meine Kondition laesst mich im Stich. Hotel ist eine Katastrophe Laune naehert sich dem Nullpunkt.
113 km -- ideales Radfahrwetter (wolkig, etwas ueber 20 Grad, keim Wind)
Ausfuehrlicher Bericht spaeter
Hier ist er: 14.05.08 Meine Kondition lässt mich im Stich!! Doch fangen wir von vorne an. Das Hotel Central (kann ich nicht gerade empfehlen) wird „versorgt“ von einer netten Kneipenbetreiberin aus der Nebenstraße. Zuerst hatte sie mich gestern zu dem I-Cafe geführt, welches ich ohne sie nie gefunden hätte. Dann hatte sie auf meinem I-Pod das Abbild von John Lennon gesehen und heute zum Frühstück gab es Lala von den Beatles, die ganze Zeit. Dann gab Sie mir einen Zettel. Ohne Brille las ich 1950. Ich fragte, ob ich gestern zu wenig bezahlt hätte. Nein! Passport und dann diesen Zettel Es dauert schon eine Zeit bis ich begriff, dass sie in meinem Pass die Jahreszahl 1956 entdeckt hatte und im gleichen Jahr geboren ist und dass sie die Beatles mag. Wir verabschiedeten uns freundlich, nachdem sie mir ein richtig gutes Frühstück gemacht hatte. Das Wetter war heute eigentlich für Radler ideal: 22 Grad, ziemlich bewölkt und kaum Wind. Aber was war mit mir los? Von Beginn an völlig kraft- und saftlos. Ich quälte mich von einem Hügel zum nächsten. Jeden noch so kleinen Hügel musste ich schieben. Mein Körper ließ mich völlig im Stich. Also ging es mittags erst mal in ein Restaurant am Strand von Bajkal. Es gab Fischsuppe (2 Süppchen), Salat und 3 Getränke für 4,50 Euro. Auch nachher kam ich kaum voran. Auch auf gerader Straße oft nur 12 oder 13 km/h. Ich wollte bis Nikpol kommen und die Dunkelheit rückte näher. Woran konnte das heute liegen? Na ja, 29 Tage radeln ohne einen Tag Pause mag ein Grund gewesen sein, aber sicherlich nicht der einzige. Ich ließ mir das gestrige Essen durch den Kopf gehen: nach dem Frühstück nur noch 2 Salate und eine Portion Nudeln. Das war wohl zu wenig. Also fuhr ich ab heute Nachmittag jeden Kaufladen an und futterte, was des Zeug hielt. Mein Körper verlangte nach viel Süßem. So hatte ich auch einen weitern Anhaltspunkt für meinen heutigen körperlich miesen Tag. Eine knappe Stunde vor der Dunkelheit erreichte ich dann Nikpol. Das Hotel ist zum in die Tonne treten, aber es gibt hier nur eins -- und dafür 20 Euro ohne Frühstück. Der Service ist auch nicht das Gelbe vom Ei.
Die früher staatlichen Hotels sollen keinen guten Ruf haben. Das kann ich insoweit bestätigen, als die Hotels gestern und heute nicht gut waren, während das Motel „Werner“, erbaut 1991 praktisch keine Wünsche offen ließ. Mal schauen, was morgen das Hotel in Svishtov her gibt. Die Stadt selber stinkt. 5 km vor der Stadt eine große qualmende Fabrik und auf der anderen Donauseite betreiben die Rumänen eine große Chemieanlagen. Aus den Schornsteinen kommt riechender gelber und grauer Qualm. Heute bin ich 113 km gefahren. Für morgen merke ich mir, was mir mein Körper heute sagen wollte: Ich plane nur 60 km zu fahren. Vielleicht komme ich dann erst Dienstag am Schwarzen Meer an, aber ich liege ja noch gut in der Zeit. Heute habe ich wieder 9 Storchennester mit Jungtieren gesehen. Bei 3 weiteren Nestern war ich mir nicht sicher, ob sie belegt waren. Die Landschaft war etwas eintöniger, als die Tage zuvor und es gibt wenige größere Orte. ------------------------ Am nächsten Morgen frühstücke ich meine Notfallration Kekse. Auf Kaffee muss ich leider verzichten. Der Himmel ist wolkenlos. Die nächste größere Stadt ist Belene und die dürfe ich gegen Mittag erreichen. Dann gibt es Kaffee und Essen und vielleicht ja mal ein I-Cafe. Nachmittags habe ich max. noch 90 Minuten zu fahren.