Ach ja, wenn der Bruder (215 kg) in den Lift einsteigt, darf nur noch Maria, seine Frau dazu.
16.05.08 Bulgarische Gastfreundschaft
Heute morgen konnte die ausgeschlafene (andere) Bedienung im Hotel sogar lächeln. Es ist ein wunderbarer Tag. Die Sonne scheint, es ist gut 25 Grad warm und die Geschichte mit dem Gegenwind hat sich seit einigen Tagen auch erledigt. Das Frühstück nehme ich in einem kleinen Dorf ein. Ich werde sehr nett bedient und auf deutsch mit einem gewissen Slang angesprochen. Des Rätsels Lösung: der Wirt hat 8 Jahre in den Niederlanden gelebt. Nach 93 km erreiche ich Ruse. Ein Wagen hält neben mir. Auf englisch: „Komm, Du kannst bei mir schlafen“. Ehe ich mich versehe finde ich mich in der 7. Etage eines Hochhauses wieder. Vorher hat mir mein Zimmergeber seine Firma gezeigt: Er baut ganz spezielle Rykschas und 16 seiner Fahrzeuge fahren als Taxi am Goldstrand, 7 in Ruse und 4 auf Mallorca. Er bekommt von den Fahrern 50% der Einnahmen. Er ist schon durch ganz Europa gefahren und hier in Bulgarien bekannt wie ein bunter Hund. Fernsehen und Zeitungen berichten immer wieder von seinen Aktivitäten. Er ruft einen Reporter an und morgen früh ist vor meiner Abfahrt ein Interview. Der Artikel erscheint Anfang nächster Woche in der landesweiten Ausgaben einer großen bulgarischen Zeitung. Hier in der Wohnung wird auch deutsch gesprochen. Die Schwägerin hat bis vor 4 Tagen in Deutschland gelebt (Troisdorf) und wird jetzt hier in Bulgarien bleiben. Wenn ich mal etwas nicht so gut auf englisch hinbekomme, übersetzt sie ihrem Schwager, was ich gesagt habe. Gleich kommt ihr Mann und wir werden gemeinsam auf ein Bier in die Stadt gehen. Maria bekommt kein Bier --- sie ist schwanger (richtig, Peter?)
Der Abend war absolut spitze. Die Innenstadt von Ruse ist sehr schön und alle Leute sitzen in den Cafes und Restaurants, bzw. auf der tollen Terrassen. Freitags wird gefeiert, weil der Samstag frei ist. Das ist auch der Grund, weshalb das Zeitungsinterview am Sa. nicht lief. Der Reporter hatte offenbar zu lange gefeiert. Vielleicht bastelt er noch was aus meiner Homepage zusammen, aber das ist nun wirklich nicht tragisch. Schön finde ich, dass ich als Ausländer erkannt werde und eine Karte auf englisch bekomme. Jedes Gericht ist mit einem Foto versehen. Ich probiere die Rykschas aus. Das ist für mich als bekannter Grobmotoriker aber recht schwierig und ich lasse die Boys wieder fahren. Fotos folgen.