Karl, Iwan, haelt Euer Rad? So kurz vor Schluss bekomme ich etwas Bammel. Ich hatte mich leider auf die kompetente Auskunft eines bulgarischen LKW-Fahrers verlassen, was die Entfernung vom Schwarzen Meer bis nach Istanbul angeht. Ich haette besser auf meine Vorbereitungen zu Hause vertrauen sollen. Jetzt aber mal zu dem Rad!! Ich habe es kurz vor Ostern von Euch gesponsert bekommen und es benoetigete eine Strecke von 500 km bis zur ersten, immer notwendigen Inspektion und Einstellung einiger Komponenten. Das ist das einzige Mal, das dieses Rad eine Werksttt gesehen hat. Noch 6 km und es zeigt die Schnapszahl 4.444 an. Alleine auf dieser Tour bei oft misserablen Verhaeltnissen, was die Wege angeht, hat das Rad ohne Probleme bisher knapp 3900 km durchgehalten. Lass uns die Daumen druecken, dass Ross und Reiter auf den letzten Kilometern nicht schlapp machen, denn eine groessere Reparatur, oder eine Schwaeche meinerseits bei den hohen Temperaturen wuerde evtl. das Ziel noch gefaehrden. Die verbleibende Zeit ist recht knapp. Noch einmal an dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank. Das ist ein ganz tolles Rad, welches mir von Dir und Deiner lieben Frau zur Verfuegung gestellt wurde.
Wo ich schon beim "Dankesagen" bin: An diesem Pausentag moechte ich mich bei all denen bedanken, die mich auf der langen Alleinfahrt von ueber 40 Tagen durch emails, SMS und auch Gaestebucheintraege unterstuetzt haben. Seit Passau bin ich voellig alleine unterwegs gewesen und ab der Slowakei wurde auch in den seltensten Faellen noch irgendwo deutsch gesprochen. Meine tgl. Konversation war sehr haeufig nur beim Ein- und Auschecken im Hotel. Das hat auch etwas mit Einsamkeit zu tun, die es gilt in diesen vielen Wochen zu bewaeltigen. Das ist mir -- nicht zuletzt auch mit Eurer Hilfe -- gut gelungen und die Tour hat Spass gemacht. Selten habe ich mal andere Radler getroffen und eine kurze Unterhaltung war moeglich. Ich vermute, Ihr koennt Euch vorstellen, wie sehr ich mich in dieser Situation auf die Stunden gefreut habe, in denen ich in einem Internet-Cafe, oder seltener in einem Hotel die emails und Gaestebucheintraege einsehen konnte. Die 2 oder 3 Stunden, die ich dann alle 3 oder 4 Tage in einem abgedunkelten Raum SMS, emails und Gaestebucheintraege beantwortet habe, haben mir sehr geholfen. Konversation wurde aufgenommen, oder weitergefuehrt. Das war fur mich neben einigen wenigen Telefonaten praktisch die einzige Verbindung zur Aussenwelt, denn in der Einoede versteht einen niemand. DANKE!!!!
Rike war aus technischen Gruenden per eimail nicht erreichbar. Die Unterhaltung ist deshalb im Gaestebuch nachzulesen. Ich freue mich auf ein Treffen mit Bielefeldern am heutigen Abend mitten in Bulgarien!
Ich habe heute mittag Rike und ihren Ehemann Harald getroffen und wir sind für heute abend zu einem typisch bulgarischen Essen verabredet.
Nachtrag 26.7.08
Mit Rike und Harald ging es vor dem Abendessen zum Meer. Fotos:
Wir gingen über eine Stiege direkt zum Wasser und kurz vor Hafen kamen wir an dieser Muschelbank entlang:
Im Hafenrestaurant haben wir uns bei einem typisch bulgarischen Essen sehr nett unterhalten:
Ich war wegen der folgenden, anstrengenden 3 Tage früh im Bett, habe jedoch wegen starker Hüftbeschwerden nur etwa 4 Stunden geschlafen. Ich hoffe, dass die Steigungen bis zur Grenze heute mit den Hüftproblemen gut zu meistern sind.