Beim Einchecken in Istanbul erfuhren wir, dass unsere Maschine angeblich einen Defekt hat. Ich schreibe bewusst angeblich, weil ich das kaum glaube, sondern vermute, dass die Germanwings für ca. 30 gebuchte Fahrgäste aus ökonomischen Gründen die Maschine nach Berlin vollpackte. So flogen wir zuerst mit nach Berlin-Schöneberg. Mit dem Bus ging es dann weiter nach Berlin Tegel. Zu der Zeit, als wir in Tegel ankamen, wollten die meisten der Dortmund-Reisenden eigentlich schon zu Hause im Bett liegen, weil alle bei einem Startzeitpunkt um kurz nach 3:45 Uhr (einchecken ab 1:30 Uhr) noch nicht im Bett gelegen hatten. Nach einer fast 3 stündigen Wartezeit in Tegel wurden wir mit der Air-Berlin zum Flughafen Köln-Bonn geflogen. Hier wusste keiner richtig, wie es weiter gehen sollte und der Schalter der Germanwings war am ganz anderen Ende des Flughafens. Seit dem Abflug in Istanbul hatte sich niemand der Germanwings um uns gestrandete Reisende gekümmert. Ganz besonders prekär war dies für die Reisenden, die weder deutsch, noch englisch sprechen konnten .. und das waren recht viele. Von Köln ging es dann wiederum mit dem Bus zum eigentlich gebuchten Flughafen Dortmund. Ich weiß nicht, ob wir alle Passagiere mitbekommen hatten. In Köln fehlten nämlich einige. Vielleicht sind sie anderweitig auf eigene Faust weiter gefahren, oder auf Grund der Sprachbarrieren auf der Strecke geblieben.
Nett fand ich, dass sich einige der Reisenden um die Mitflieger kümmerten, die überhaupt kein deutsch kannten.
Viele haben wichtige Termine versäumt. Ein Dortmunder Student war extra eine Woche eher aus der Türkei zurückgekommen, weil er am Nachmittag eine wichtige Vorlesung hatte, ein weiterer Reisenden verpasste seinen Arbeitsantritt.
Klar, ein Mangel am Flugzeit kann immer mal passieren. Es verwundert aber schon, wenn ein Reisender zu berichten weiss, dass ihm dies bei Germanwings schon 3* passiert ist und immer dann, wenn nur wenige Passagiere gebucht hatten. Einem anderen ist dies das zweite Mal passiert. Wenn so etwas wirklich Masche sein sollte, ist das eine unglaubliche Schweinerei, weil das, was wir nach einer Nacht ohne Schlaf heute erlebt haben, für alle eine Tortour war. Und dann ist auch noch zu bemerken, dass wir während der Odyssee von der Fluggesellschaft KEINERLEI Unterstützung und Beratung erhielten -- völlig unverschämt, so geht man nicht mit seinen Kunden um. Was nützt einem der günstige Preis einer Billigfluglinie, wenn so viel Zeit und Nerven auf der Strecke bleiben. Ich überlege mir mal etwas, wie und an welcher Stelle ich mich mal in dieser Angelegenheit zu Wort melde.
Ich werde an dieser Stelle weiter darüber berichten, denn so geht es nicht.