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Tour 2006
 

Ein Fahrzeug (9-Sitzer) musste bereits aus finanziellen Gründen verkauft werden.
Das verbliebene Gefährt ist alt und reparaturanfällig. Wir benötigen dringend ein neues, oder zumindest neueres Fahrzeug und ggf. auch auch einen zusätzlichen gebrauchten PKW, um die Kosten für Leihwagen zu sparen. Beide Fahrzeuge könnten vollständig als Werbefläche zur Verfügung gestellt werden.
Wir haben einen Sponsor, der die Werbung kostenlos aufbringt. 

ICH DANKE DER PRESSE FÜR DIE TOLLE UNTERSTÜTZUNG


So fing im März 2006 alles an. Ein netter Bericht, aber trotz vieler Versprechungen nicht ein Euro an Spenden:

2:03h, Mittwoch 22.03.2006 Behinderten-Sportgemeinschaft (BSG) e.V.: Geistigbehinderte sehr traurig

Herford. (rm). Die 1951 aufgrund der Kriegsfolgen gegründete Sportgemeinschaft für Versehrte, im Laufe der Jahre in Behinderten-Sportgemeinschaft (BSG) Herford e. V. umbenannte Einrichtung ist wegen der prekären finanziellen Gemengelage in Existenznot geraten. Derzeit sind es rund 70 Jugendliche und auch Erwachsene, deren körperliche und geistige Einschränkungen durch ein vielfältiges und regelmässiges Sport- und Freizeitangebot der BSG Herford in den Hintergrund treten sollen und eine bessere Integration ermöglichen.
Schwimmen, Kegeln und Hallensport sind seit Jahrzehnten die Eckpfeiler des Sportangebots der BSG Herford für Geistigbehinderte. Betreut durch einen Stamm von durchschnittlich zwölf ehrenamtlich tätigen Fachübungsleitern, die durch den Verein eine entsprechend qualifizierte Ausbildung finanziert bekommen, bedeutet dies für die zum Teil Mehrfachbehinderten vor allem Ablenkung vom Alltag und intensive Zuwendung von aussen.

Da entstehen natürlich schnell persönliche Bindungen zu den Ehrenamtlichen der BSG. Die Schicksale ihrer Eleven rühren die Betreuerinnen und Betreuer auch während des eigentlich ausgeübten Berufes an: Erhard Krull (49) aus Herford, im „wahren Leben“ Landesbeamter, ist seit zweieinhalb Jahren mit Herz und Verstand dabei. „Meine Lebensgefährtin kümmert sich bereits seit zehn Jahren als Betreuerin um die Geistigbehinderten. Eines Tages sprach sie mich darauf an, ob ich mich nicht ebenfalls in den Dienst der guten Sache stellen wolle, da der Verein einen männlichen Helfer suche. Ich habe mich sofort entschieden, in das Tätigkeitsfeld hineinzuschnuppern. Nach wenigen Wochen stand für mich fest, dass mir diese Aufgabe ans Herz gewachsen ist!“ Zu Beginn diesen Jahres hat Krull gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen die Ausbildung zum Fachaebungsleiter für Geistigbehinderte begonnen: Insgesamt 160 Stunden Theorie und Praxis stehen auf dem Stundenplan, bevor das anvisierte Ziel erreicht ist.

Die BSG Herford legt Wert darauf, dass möglichst alle Betreuerinnen und Betreuer die Fachausbildung erfolgreich absolvieren, damit eine höchstmoegliche Qualität der Übungsstunden gewährleistet ist. Im Vier-Jahres-Rhythmus müssen die Ehrenamtlichen in einem speziellen Kurs jedoch ihre erworbenen Kenntnisse auffrischen.
Derzeit trainieren sie die Behinderten mit viel Hingabe und Einsatz freitags im „H2O“ an der Wiesestrasse in Herford für die am 20. Mai in Bielefeld-Bethel stattfindenden „10. Bethel-Athletics 2006“. Bereits im vergangenen Jahr waren 13 Schwimmerinnen und Schwimmer der BSG während der gleichen Veranstaltung in Bielefeld-Gadderbaum in ihren Behinderungsgruppen erfolgreich. Wie lange das umfangreiche Sportangebot für die Geistigbehinderten jedoch noch aufrechterhalten werden kann, weiss im Vorstand der BSG Herford niemand so genau. „Fakt ist, dass wir aufgrund der schlechten Haushaltslage wegen drastisch gekürzter Erstattungen der Krankenkassen und dem daraus resultierenden Mitgliederschwund auf Vereinsseite bereits einen unserer beiden Kleinbusse verkaufen mussten. Die Unterhaltung beider Fahrzeuge war einfach nicht mehr drin“, so Nicola Berthold, Geschaeftsführerin der BSG Herford im Gespräch mit dem „Herforder Wochenanzeiger“.

Was der BSG Herford derzeit eigentlich nur helfen kann, sind Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft und Spenden von Privatleuten. „Für die vier in jedem Jahr geplanten Veranstaltungen bietet sich unter anderem eine werbliche Kooperation geradezu an. Wer uns in dieser Form unterstützen moechte, sollte sich mit uns in Verbindung setzen“, so Erhard Krull, der die „Hilfe von aussen“ managt. Unter Telefon (0175) 1411290 können Interessenten weitere Details erfragen und Hilfe anbieten. Betreuer Erhard Krull ist natürlich auch zu einem persönlichen Gespräch nach Vereinbarung bereit. Für klassische Spenden steht das Konto 104003496 bei der Sparkasse Herford (BLZ: 49450120) zur Verfügung. Aufgrund seiner Gemeinnützigkeit kann der Verein natürlich auf Wunsch auch Spendenquittungen ausstellen. Grösster Wunsch des Vereins wäre natürlich die verbindliche Zusage zur Wiederanschaffung eines zweiten neuen oder auch gebrauchten Kleinbusses und der Übernahme der Betriebskosten des Fahrzeugs für einen bestimmten Zeitraum. Als Gegenleistung steht dem potentiellen Sponsor die gesamte Fläche des Fahrzeugs für eine eigene werbliche Präsentation zur Verfügung. Die Kosten der kompletten Fahrzeugbeschriftung sind bereits durch einen Sponsor abgedeckt.


Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 22. März 2006 um 02:03 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite abgelegt.





















Die Übergabe von Urkunde, Medaille und Scheck für die Menschen mit einer geistigen Behinderung erfolgte am 07.01.2007 im Beisein der Regierungspräsidentin (links im Bild)

Artikel aus der Presse (Bielefeld-direkt):

19:10h, Sonntag 07.01.2007 Jahrelanges Engagement für Behinderte beim FDP-Neujahrsempfang gewürdigt: Erhard Krull heute mit "Bürgerpreis 2007" ausgezeichnet
Herford/Bielefeld (rm). Im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs des FDP-Kreisverbandes Herford, dessen Einladung auch die Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl gefolgt war und über die Zukunft Ostwestfalen-Lippes sprach, wurde heute vormittag der Bielefelder Beamte Erhard Krull aufgrund seines jahrelangen hohen persönlichen Einsatzes für behinderte Menschen in Herford mit dem “Bürgerpreis 2007″ ausgezeichnet. Dieser Preis wird von der FDP alljährlich zum Jahresbeginn an einen Bürger verliehen, der sich “in besonderer Weise uneigennützig und in seiner freien Zeit” für Menschen einsetzt, so Stephen Paul, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Herforder Kreistag und im Parlament des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Paul während seiner Laudatio im Alten Kreishaus: “Das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger macht unsere Gesellschaft menschlicher. Wir unterstützen das!” Manfred Koring, Gerüstbauer aus Herford, hatte dem FDP-Kreisverband den Vorschlag gemacht, dem Bielefelder Beamten für dessen unermüdlichen Einsatz für Behinderte mit dem “Bürgerpreis 2007″ zu danken. Der in Hörste bei Lage/Lippe geborene 50-Jährige Erhard Krull lebte in Oerlinghausen und Leopoldshöhe, bevor er 2003 nach Herford zog. Der Vater einer 17-Jährigen Tochter begann bereits vor 25 Jahren, ehrenamtlich Kinderfreizeiten der Herforder Caritas zu leiten. Seit drei Jahren ist Krull ehrenamtlicher Betreuer einer Schwimmgruppe von erwachsenen Menschen mit einer geistigen Behinderung und ist mit seinen Schützlingen jeden Freitag im “H2O” in Herford anzutreffen. Die Behindertensportgemeinschaft (BSG) Herford (jetzt: Gesundheits- und Behindertensportgemeinschaft GBSG Herford) ist Gründungsmitglied des Behindertensportverbandes Nordrhein-Westfalen. Mit mehr als 550 Mitgliedern ist sie einer der großen Vereine innerhalb der Stadt Herford. Was zunächst als Selbsthilfe von Kriegsversehrten gegründet wurde, entwickelte sich bald zum Sportverein für alle, die von Behinderungen betroffen beziehungsweise bedroht sind. Die GBSG Herford hat sich die Integration von Menschen mit geistiger Behinderung durch Spiel und Sport seit mehr als 20 Jahren zur besonderen Aufgabe gemacht. Mit Sponsoring-Maßnahmen Freuden für Menschen mit geistiger Behinderung schaffen
Bedingt durch die Gesundheitsreform haben sich die finanziellen Rahmenbedingungen auch bei der GBSG Herford dramatisch verschlechtert, so dass trotz erheblicher Sparmaßnahmen die jährlichen Veranstaltungen der Schwimmgruppe, wie Weihnachtsfeier, der traditioneller Jahresausflug, das Bezirkssport-Kegeln der Geistigbehinderten sowie die Teilnahme an den “Bethel-Athletics” grundsätzlich gefährdet sind. Nur mit Sponsoring-Maßnahmen sind diese kleinen Freuden für die Geistigbehinderten in vollem Umfang aufrechtzuerhalten. Erhard Krull handelte umgehend und nahm seine erste Sponsoren-Radfahrt mit dem Ziel “St. Petersburg” vom 6. September bis 6. Oktober 2006 in Angriff. Rund 3.000 Kilometer strampelte der Bielefelder Beamte in den vier Wochen auf seinem Sportrad ab und saß dabei insgesamt rund 200 Stunden im Sattel. Etappenziele waren die Hansestädte Magdeburg, Danzig, Riga und Tallin. Ein Tagebuch im Internet sowie umfangreiche Berichterstattung der ostwestfälischen Medien haben die Region an dem karitativen Vorhaben fast “live” daran teilhaben lassen. Viele Schatullen wurden geöffnet und mancher Euro für den guten Zweck gespendet. Mit gutem Beispiel voran ging die Finanzkontrolle “Schwarzarbeit Herford” und übergab Erhard Krull bereits im letzten Jahr ein Sparschwein mit gesammelten Spendengeldern. Bei einem Fußballturnier im Etappenziel Magdeburg konnte Krull während einer Abendveranstaltung über 500 Euro für seine Vorhaben entgegennehmen. Dem in Herford wohnenden und in Bielefeld arbeitenden Krull stand während der Tour nach St. Petersburg auch das Glück zur Seite: Bei einer Rast kurz vor dem polnischen Freienwalde wäre er beinahe von einem Auto erfaßt worden, das bei einem Unfall direkt auf ihn zuschleuderte. Eine Portion “Glück” ganz anderer Art widerfuhr dem liebenswürdigen Idealisten dann in Riga: Hatte Krull schon nach dem Etappenziel Danzig Probleme mit einer defekten Felge, so brachen im Baltikum sogar die Speichen des Hinterrades. Bei Riga fand sich in einem Fahrradladen eine einzige neue Felge, die paßte. Es stellte sich heraus, das eben diese neue Felge bei den Schürmann-Werken in Helpup produziert wurde, dort, wo Krull einen Großteil seiner Kindheit und Jugend verbracht hat. Krull zu diesem wirklich seltenen Zufall: “So klein ist die Welt. unglaublich, und ich wollte wegen der Probleme mit dem Hinterrad fast die ganze Tour aufgeben!” In St. Petersburg angekommen, sagte Erhard Krull: “Es ist schön, am Ziel zu sein. Mein Körper und bisschen Verstand sagen auch beide, dass es jetzt reicht. Es gibt kaum eine Stelle am Körper, die ich nicht merke!” Erhard Krull hat bislang rund 4.000 Euro für guten Zweck erkämpft
Zurück in Ostwestfalen machte sich der heute ausgezeichnete Preisträger gleich an die Arbeit, die in verschiedenen Geschäften, Gaststätten und Einrichtungen in Herford und Elverdissen aufgestellten und mittlerweile prall gefüllten Spenden-Sparschweine abzuholen. Damit nicht genug: Krull berichete am 30. November im “Sonnenhof” sowie am 4. Dezember in Bielefeld im Rahmen eines Lichtbildervortrags über seine Marathon-Tour nach St. Petersburg. Bis heute sind auf diese Weise rund 4.000 Euro zusammengekommen, dazu gehört auch der mit 250 Euro dotierte “Bürgerpreis 2007″, den Erhard Krull heute vormittag in Form von Urkunde und Medaille aus den Händen von FDP-Kreisgeschäftsführer Frank Schäffler (MdB) und Stephen Paul, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Herforder Kreistag, unter dem Beifall von weit über 150 geladenen Gästen in Empfang nehmen konnte. Stephen Paul während der Auszeichnung wörtlich: “Sie erhalten unseren Bürgerpreis 2007 für Ihre idealistische Arbeit mit den Geistigbehinderten in der GBSG Herford, für Ihren besonderen Einsatz au der Fahrt nach St. Petersburg, und für Ihren Erfolg beim Sammeln von privaten Spenden. Wenn Sie wieder aufs Rad steigen, möchten wir Ihnen mit unserer heutigen öffentlichen Auszeichnung und der damit verbundenen Aufmerksamkeit kräftigen Rückenwind geben, weil wird das gut finden, was Sie machen. Weiter so und Herzlichen Glückwunsch!” Krull ging noch während des Neujahrsempfangs mit einem seiner Schützlinge und einem Sparschwein reihum und hatte nach dessen “Schlachtung” weitere 289.49 Euro mehr in der Spendenkasse. Für 2008 Benefiz-Radtour ans Schwarze Meer geplant
Krull will nach eigener Aussage in diesem Jahr noch weitere Lichtbilder-Vorträge für den guten Zweck halten, und am 24. März eine Benefiz-Veranstaltung ausrichten. Auch die nächste Benefiz-Radtour ist schon geplant: 2008 will der Bielefelder Beamte von Herford ans Schwarze Meer “radeln” und eventuell auch Istanbul einen Besuch abstatten. Bis dahin hofft Krull auf das Herz der Ostwestfalen: Das Spendenkonto mit Stichwort

















Die Sendung mit Siegmund dauerte 1 Std. und am besten haben mir die Musikteile gefallen. Das war mein Geschmack!





9:00h, Sonntag 11.03.2007
Behindertenparkplätze am H2O regelmäßig zugeparkt
Ohne Rücksicht auf Verluste
Herford.
Dass in Herford ein Parkplatzproblem besteht, ist nicht erst seit Kurzem bekannt. Auch nicht neu ist das rücksichtslose Verhalten von Autofahrern, die auf Behindertenparkplätzen ihren Wagen abstellen. Ausreden von “Das Schild habe ich nicht gesehnen” über “Ist mir doch egal” bis zu einem barschen “Was geht Sie das denn an?!” stehen auf der Tagesordnung. Erhard Krull, der regelmäßig mit einer Behindertengruppe zum H2O unterwegs ist, stößt diese Einstellung unangenehm auf. “Die Bequemlichkeit und der Egoismus vieler Badbesucher kennt keine Grenzen”, stellt er fest.
Der mit dem “Bürgerpreis 2007″ ausgezeichnete Erhard Krull engagiert sich in der Gesundheits- und Behindertensportgemeinschaft (GBSG) Herford für behinderte Menschen ein. Er unternahm eine Benefiz-Fahrrad-Tour nach St. Petersburg, um Spenden für den GBSG zu sammeln, ohne die viele Aktivitäten der Behinderten nicht möglich wären. Weitere Projekte stehen an. Für jemanden, der sich ehrenamtlich mit so viel Energie für Andere einsetzt, ist das Rücksichtslose Verhalten der Parkplatzsuchenden unverständlich. “Ich habe vorgeschlagen, zwei Schilder aufzustellen, die unmissverständlich verdeutlichen, wer auf den Flächen zu parken hat”, erklärt Erhard Krull. Witzige und freche Sprüche im Stil “Hier parkt ein Rücksichtsloser oder ein Behinderter!” könnten vielleicht für mehr Einsicht sorgen - so Krulls Hoffnung.
Die Parksituation für Behinderte spitzt sich regelmäßig zu, wenn auf der Kiewiese Veranstaltungen stattfinden oder wenn es stark regnet. ” “Ich habe 35 Euro Eintritt bezahlt, dann parke ich, wo ich will” ist noch die harmloseste Antwort auf meine höfliche Frage”, erklärt Herr Krull. In seiner Not hat er sich an den Bürgermeister gewandt, dieser verwies ihn an den Betreiber des Schwimmbades. “Privatbesitz” lautet die Begründung. “Die H2O-Mitarbeiter haben die Anweisung, nichts zu unternehmen. Die sicherlich zahlungskräftige “Ellbogengesellschaft” soll nicht verärgert werden.” mutmaßt der engagierte Krull. “Leider haben die Schwachen in unserer Gesellschaft keine Lobby.”























aus den Vlothoer Nachrichten:


Auf nach St. Petersburg
Benefiz-Radler auf dem Alten Markt in Herford
Herford (va). Auf ihrer Benefiz-Radtour nach St. Petersburg machten am Donnerstag zwei Radler aus Rheine Station in Herford.

Radler nehmen die Strapazen von über 3000 Kilometer Radfahren auf sich, um für den Neubau eines Kinderheims in Trakai (Litauen), einer Partnerstadt Rheines, zu sammeln.

Die Radler verkaufen die einzelnen Etappen für einen Euro pro Kilometer an Sponsoren und haben so bereits über 1500 Euro gesammelt.

Gegen 17 Uhr wurden sie auf dem Alten Markt erwartet. Bis 18 Uhr gab es dort ein Musikprogramm. Sänger und Songwriter Ben Schubert trat als Straßenmusikant auf, die Herforder Karaoke-Sängerin Liza Snow gab Lieder aus ihrem Repertoire zum Besten. Empfangen wurden sie von Geistigbehinderten des Behindertensportvereins GBSG, die mit ihrem Sparschwein Hugo ebenfalls für den Neubau des Kindergartens in Litauen sammeln.

Die GBSG wollte sich auf diesem Wege auch für die Spendengelder bedanken, die sie selbst in den vergangenen zehn Monaten erhalten haben (über 5700 Euro). Das Geld hatte der Herforder Erhard Krull, Vorsitzender der GBSG, ebenfalls auf einer Benefiz-Radtour nach Petersburg gesammelt. Für sein Engagement zeichnete ihn die FDP im Januar mit dem Bürgerpreis aus.




















Am 20.07.2006 erschien im Lokalteil der NW der folgende Text:

Benefiz-Radler auf dem Alten Markt
¥ Herford. Auf ihrer Benefiz-Radtour nach St.Petersburg machen am Donnerstag, 26. Juli, zwei Radler aus Rheine Station in Herford. Die Radler nehmen die Strapazen von über 3000 Kilometer Radfahren auf sich, um für den Neubau eines Kinderheims in Trakai (Litauen), einer Partnerstadt Rheines, zu sammeln. Die Radler verkaufen die einzelnen Etappen für einen Euro pro Kilometer an Sponsoren und haben so bereits über 1.500 Euro gesammelt. Gegen 17 Uhr werden sie auf dem Alten Markt erwartet. Bis 18 Uhr soll es dort ein Musikprogramm geben. Sänger und Songwriter Ben Schubert tritt als Straßenmusikant auf, die Herforder Karaoke-Sängerin Liza Snow wird Lieder aus ihrem Repertoire zum Besten geben. Empfangen werden sie von Geistigbehinderten des Behindertensportvereins GBSG, die mit ihrem Sparschwein Hugo ebenfalls für den Neubau des Kindergarten in Litauen sammeln. Die GBSG will sich auf diesem Wege auch für die Spendengelder bedanken, die sie selbst in den letzten zehn Monaten erhalten haben (über 5.700 Euro). Das Geld hatte der Herforder Erhard Krull, Vorsitzender der GBSG, ebenfalls auf einer Benefiz-Radtour nach Petersburg gesammelt. Für sein Engagement zeichnete ihn die FDP im Januar mit dem Bürgerpreis aus.


© 2007 Neue Westfälische
Herforder Kreisanzeiger, Freitag 20. Juli 2007


Zusatz von mir:  Gestern habe ich auch die Zusage der prämierten Karaoke-Sängein Michele erhalten. 20.07.07
Ist das heute nicht ein tolles Datum: 20.07. 2007









Foto: Meine Abfahrt vor 11 Monaten in Detmold. Bis Magdeburg wurde ich seinerzeit von 6 Kollegen und einer Kollegin begleitet

Auszug aus der Münsterländische Volkszeitung vom 23.07.07

Rheine Radtour für Trakai voller Erfolg: pro Kilometer ein Euro


Rheine. Engelbert Nagelschmidt und Klaus Giesenkirchen haben ihr hochgestecktes Ziel schon jetzt erreicht. Für die 1838 Kilometer von Borne über die Partnerstädte Rheine und Bernburg bis Trakai rechnen sie mit knapp 2000 Euro Sponsorengeldern. Wir sind von der Spendenbereitschaft für dieTrakaier Kinder überwältigt, freuten sich die beiden. Aber nicht nur Borne, Rheine, Bernburg und Trakai machen mobil. Auch Ascheberg und Herford verfolgen mit großer Anteilnahme das ehrgeizige Vorhaben. Denn aus Ascheberg kommt Klaus Giesenkirchen und Freunde in Herford haben eine große Überraschung vorbereitet. Der Startschuss fällt am Mittwoch in Rheines niederländischer Partnerstadt Borne, um zehn Uhr auf dem Rheine-Plein. Treffpunkt ist kurz vorher am Gemeindehaus. Dann geht es mit Radsportlern, Freunden aus Borne und Rheine und Mitgliedern der beiden Vereine für Städtepartnerschaft auf die erste Etappe. Am Donnerstag beginnt dann auf dem Borneplatz um neun Uhr die zweite Etappe. Auch hier gibt es einen großen Bahnhof. Sponsoren, Freunde und Nachbarn sind dabei, wenn die Bürgermeisterin Angelika Kordfelder die beiden Radsportler auf die Strecke schickt.

Zunächst werden sie von rund 30 Mitgliedern der beiden Partnerschaftsvereine aus Borne und Rheine und von zahlreichen Bürgern durch Eschendorf und das Fichten-venn bis Elte begleitet. Engelbert Nagelschmidt und Klaus Giesenkirchen nehmen auch herzliche Grüße vom Caritas-Kinderheim Rheine mit. Denn es ist mit dem Kinderheim in Trakai seit zehn Jahren partnerschaftlich verbunden. Für die zahlreichen Aktivitäten übrigens, die Trakai zu seinen Partnerstädten pflegt, erhält auch Trakai am 25. August als Anerkennung die Ehrenfahne des Europasrates verliehen.

Trakai ist damit eine der ersten Städte in ganz Mittelosteuropa, die mit dieser Aus-zeichnung gewürdigt wird.

Und in diesem zeitlichen Zusammenhang trifft es sich gut, dass Engelbert Nagel-chmidt und Klaus Giesenkirchen sich für die Trakaier Kinder engagieren und kurz vorher in Trakai eintreffen. Die beiden werden fortlaufend von ihrer Tour berichten und dann nach Abschluss die genaue Spendenhöhe mitteilen. Bis dahin hoffen sie noch auf weitere Unterstützung für die Kinder in Trakai.

23. Juli 2007 | Quelle: Münsterländische Volkszeitung

PS:

Zitat oben: "...Freunde in Herford....." -- Klaus kenne ich noch gar nicht. Mit Engelbert habe ich seit einigen Monate sporadisch mal gemailt und in den letzten Wochen 3 oder 4 Mal telefoniert.
Sport führt Menschen zusammen -- hier und überall auf der Welt!
Das ist zumindest in vielen Bereichen des Breiten- ,des Reha- und des Behindertensports so, weil es bei diesen Menschen Menschen, nicht um die Kohle geht, sondern um den Spaß an ihrem Sport.
Hier gibt es kein Doping, um zu gewinnen, hier werden keine Knie zerschlagen, weil man bei Olympia Gold gewinnen will, hier gibt es keine Schlägereien, wie im Profieishockey, hier werden keine Schiedsrichter bestochen, usw.

Klaus und Engelbert, ich freue mich riesig auf Donnerstag!


Sammelten für ein neues Fahrzeug: Die Band Human Paranoid gemeinsam mit den Sportlern der GBSG und dem Vorsitzenden Erhard Krull (l.).



am 05.09.2007 in der NW (Ausgabe Bad Oeynhausen):


LokalesHarte Männer mit weichem Kern
Bad Oeynhausen/Herford (nw). Der Behindertensportverein „GBSG Herford“ benötigt im nächsten Jahr dringend ein neues Behindertenfahrzeug. Dies hatte auch „Phil“, der Leadsänger der Herforder Trash-Metal-Band „Human Paranoid“ erfahren. Gemeinsam mit den Gruppen „Skunks Flavour“, „Never Void“ und „Far From Horizon“ wurden drei Herforder Sportler nach Bad Oeynhausen in die Druckerei eingeladen und konnten auf der Veranstaltung für das neue Fahrzeug mit ihren Sparschwein „Hugo“ sammeln.
Sammelten für ein neues Fahrzeug: Die Band Human Paranoid gemeinsam mit den Sportlern der GBSG und dem Vorsitzenden Erhard Krull (l.).

© 2007 Neue Westfälische
Bad Oeynhausener Kurier, Mittwoch 05. September 2007

Lokales (NW 17.10.2007) In 47 Etappen bis nach IstanbulDer Herforder Erhard Krull radelt auf seiner Benefiztour für den Behindertensport
VON THOMAS HAGEN

Herford. Um an Spendengelder zu kommen, ist Erhard Krull keine Tour zu weit. Nachdem er im vergangenen Jahr von Herford bis nach St. Petersburg im Sattel saß, soll es im kommenden Jahr von Holland über Herford bis an den Bosporus gehen. Seine neue Idee: Jeder geradelte Kilometer wird für einen Euro an einen Sponsoren verkauft.

„Am liebsten ist es mir, wenn ich jeweils eine der 47 Etappen verkaufen kann“, sagt der Beamte, der sich in seiner Freizeit intensiv darum kümmert, dass Menschen mit einer geistigen Behinderung in Herford Sport treiben können. Derzeit firmiert der Verein unter dem Titel „Gesundheits- und Behindertensportgemeinschaft (GBSG). Dieser Zusammenschluss von Bürgern zählt derzeit 524 Mitglieder, davon 75 mit einer geistigen Behinderung. Bis zur Gesundheitsreform waren es rund 800. „Die Krankenkassenzuschüsse sind um 80 Prozent zurückgegangen“, sagt Krull. Gerade die Betreuung geistig Behinderter sei sehr kostenintensiv, sagt Krull weiter. Mehr Übungsleiter pro Kopf als üblich, schwierige Transporte und mehr Geld für Aus- und Weiterbildung sind nötig, um den Übungsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Nun muss auch noch der altersschwache Behindertentransporter auf den Schrott. Auch die Geschäftsstelle zieht um, von der teuren Goebenstraße an die Magdeburger Straße in der Nordstadt. „Man muss sparen wo es geht“, sagt GBSG-Vize-Vorsitzende Sibylle Tischler.

Grund genug für Krull, sich wieder aufs Fahrrad zu schwingen, um dafür Geld zu sammeln. Einen kleinen Teil hat er bereits zusammen: Sechs Etappen sind verkauft und die Volksbank sponsert das Trikot während der Fahrt mit 1.100 Euro. Mit im Boot ist auch die Krankenkasse IKK. Immobilienmakler Detlef Zielowsky hat sich von Erhard Krull schnell von der Sinnhaftigkeit der Aktion überzeugen lassen und zwei Etappen gekauft. Weitere Unterstützung erfährt der Verein auch vom Stadtsportverband. Dessen Vorsitzender Jochen Zedler hat ein Ziel: „Bei jeder sportlichen Veranstaltung in Herford sollen Menschen mit Behinderungen dabei sein“. Dazu bedarf es großer Anstrengungen, denn das Geld sitzt nicht locker.

Im kommenden Jahr wollen Krull und seine Mitstreiter noch besondere Lehrgänge für Behinderte anbieten: asiatischen Kampfsport und Leichtathletik. Für Jochen Zedler ein wichtiger Schritt in Richtung Teilnahme an den Bethel-Athletics.

„Es kommt auf jede noch so kleine Spende an“, sagt Krull. Wer sich über die Fahrt und die Ziele des Vereins informieren möchte, kann das in vier Wochen bei einem Interessenten-Stammtisch im Ratskeller tun. Bis dahin gibt es Informationen im Netz unter www.sponsorentour-2008.info . Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann das unter regenbogenjimmy@t-online.de tun.

© 2007 Neue Westfälische
Herforder Kreisanzeiger, Mittwoch 17. Oktober 2007