aus dem Herforder Wochenanzeiger: 16:03h, Donnerstag 13.09.2007
Festempfang zum zehnjährigen Bestehen von
Nadeschda
"Engel für die Region"
Herford/Soest. “Und die Hoffnung blüht auf…” - so lautet das Motto
des Festivitäten rund um das zehnjährige Bestehen der Beratungsstelle für Opfer
von Menschenhandel, Nadeschda in Herford. Mehr als 70 geladene Gäste nahmen am
Festgottesdienst in der Jakobikirche und dem Empfang im Elsbachhaus teil. Unter
ihnen waren Vertreterinnen und Vertreter der Kreise Minden-Lübbecke, Gütersloh,
Lippe und Herford, des Polizeipräsidiums Bielefeld, der Stadt Bünde, Löhne und
Enger, der Beratungsstellen wie z.B. Solwodi e.V. Duisburg, der Dortmunder
Mitternachtsmission e.V., Eine Welt Zentrum Herne, der Evangelischen Kirche von
Westfalen, so z.B. Dr. Britta Jüngst vom Frauenreferat der Landeskirche und der
Kirchenkreise Paderborn, Herford, Vlotho, Lübbecke, Halle und der Lippischen
Landeskirche. Die Festpredigt wurde von Pfarrerin Angelika Weigt-Blätgen,
leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V., gehalten.
Den Festvortrag hielt Dr. Marion Gierden-Jülich (Staatssekretärin im Ministerium
für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW). Neben der Bedeutung der
Beratungsstelle Nadeschda für den ostwestfälischen Raum hebt sie die Förderung
der Arbeit durch das Land NRW insbesondere hervor: “Auch der Landesregierung in
Nordrhein-Westfalen liegen das Wohlergehen und die Sicherheit dieser hilflosen
Menschen sehr am Herzen.” Und an anderer Stelle: “Mit mehr als 900.000 €
jährlich ist NRW in diesem Bereich absoluter Spitzenreiter in ganz
NRW”. Grußworte sprachen Pfarrerin Anke Schröder (Superintendentin des
Kirchenkreises Paderborn), Hartmut Golücke (1. stellvertretender Landrat des
Kreises Herford), Erhard Ebmeier (Erster Kriminalhauptkommissar, Leiter der KK
21 in Bielefeld, Polizei Bielefeld), Andrea Strulik (Gleichstellungsstelle des
Kreises Minden-Lübbecke), Regina Pramann (Gleichstellungsstelle des Kreises
Lippe), Hanna Buchholz (Mitglied der Prozessbegleitgruppe Nadeschda,
Bielefeld), Regine Uysal (NRW-Vernetzung der spezialisierten Beratungsstellen,
Dortmunder Mitternachtsmission e.V.), und Adelheid Hasenburg (Evangelische
Frauenhilfe in Westfalen e.V., Münster). Immer wieder wurde die hohe Achtung vor
der Arbeit der Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle zum Ausdruck gebracht. Sie
täten eine wichtige Arbeit stellvertretend “für uns alle”. Hartmut Golücke
betonte den Skandal des Menschenhandels und da dieser weiter existiere, läge an
der hohen Nachfrage und dies sei das eigentliche Problem. Hanna Buchholz
bezeichnete die Beraterinnen als “Engel für die Region”.