Regenbogenjimmy auf Reisen

Hinweis: Am 24.09.2019  fand ein Vortrag über meine Tschernobyl-Reise im HudL statt. Am Ende kamen 71 Euro an Spenden zusammen, das sind rund 50% für eine Hauttransplantation in Tansania. Diese konnten wir jetzt bezahlen.

Am 13.11.2019 gab es den gleichen Vortrag noch einmal und zwar im Haus der Kulturen in Enger. Neben 2 Spenden der Stadt Enger und der Initiative Willkommen in Höhe von insgesamt 150 Euro gab es noch 82 Euro an Spenden von den Besuchern. So konnte ich gerade 232 Euro an den Verein "Rad und Tat e.V." überweisen. Dieses Geld wird im kommenden Sommer für ein medizinisches Projekt in Tansania verwendet. Ich bedanke mich bei allen Spendern und den Menschen, die den Raum so schön hergerichtet und den Snack zubereitet haben. Herzlichen Dank!

 

Helfried Horstmann, ich freue mich, bei Eurem Männerfrühstück mal wieder einen Vortrag halten zu dürfen. Das Männerfrühstück gibt es im kommenden April seit 12 Jahren 1* mtl. Den ersten Vortrag hielt ich vor ca. 10 Jahren über meine Radtour von NL nach Istanbaul.
Jetzt: 01.04.2020: Tschernobyl-Vortrag

 

Manchmal brauche ich diese Erinnerungen,
damit ein trüber ostwestfälischer Tag ein schöner wird
(Erhard Krull)

 

ich so: jaaaaa!
mein Leben so: nö!
da wusste ich:
Zeit für ein Glas Bier

 

 

Der erste Urlaub mit meiner Tochter nach der Scheidung führte uns in den Spreewald. Dort habe ich ihr beigebracht, wie man Fahrrad fährt (1995) und eine Fahrt durch die Kanäle unternommen. 
Wir wohnten in Cottbus und genau dort konnten wir die erste Bundesgartenschau in den neuen Ländern besuchen.

Egal wieviel Zeit ich mit meiner Lieblingstochter verbracht habe,
es wird immer zu wenig gewesen sein.


Der bisher letzte gemeinsame Urlaub war im Frühjahr 2019 an der Amalfiküste, 24 Jahre später. Aus dem jungen Mädel ist eine selbstbewusste Frau geworden. Vanessa, ich bin stolz auf Dich!

 

 

Es gab auch Urlaube, in denen es nicht so warm war. Dieses Foto entstand beim Skilanglauf zum Jahreswechsel 1994/1995 in Norwegen.
Das war der letzte Winterurlaub, weil ich meine Urlaubstage dann vielfach auf dem Rad verbrachte.
 

 

Je fetter Dachs und Vögel sind,
desto kälter kommt das Christuskind.
(Bauernweisheit)

 

                                                                                                                                                               

 

 



Frischer Schnee bedeckt die Felder,
nur noch Stille, weit und breit.

und in einem Augenblick spüre ich die Ewigkeit.
(unbekannt)

rechts:
Morgens die erste Spur durch den frischen Schnee ziehen...
....gerne denke ich an diesen Urlaub zurück. Norwegen 1994/1995


unten:
Schloss Schwerin bei 
untergehender Sonne

Tansania 2013

Es muss nicht immer die Serengeti sein. Auch die kleineren, preiswerteren Parks haben etwas zu bieten

 

 

Nessebar

Die Radtour 2008 von NL-Istanbul war so anstrengend, dass ich nur wenige Schönheiten bewundern konnte.

 

 

oben :3 Benefiz-Radtouren führten mich u.a. nach Trakai/Litauen
Ich habe für das dortige Waisenhaus und Projekte in Herford Spenden gesammelt.
 


Vukovar 2008: Für jeden Toten ein Kreuz (Radtour NL-Istanbul)

Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.
(Willy Brandt)

 

 

 

Spaßgesellschaft ist die eine Seite. Natürlich feier ich gerne und früher auch sehr lange. Aber es gibt auch die andere Seite. Ich bin in mich gekehrt und die Gedanken schweifen. Auf vielen Radtouren, die vor meiner Haustür begannen, legte ich schon die erste Pause auf dem russ.Soldatenfriedhof in Stukenbrock ein. 65.000 russ.Kriegsgefangene verloren hier unter erbärmlichen Umständen ihr Leben. Auf den div. Radtouren besuchten ich Konzentrationslager (z.B. Stutthof), das Krankenhaus in Bernburg, in der Menschen mit Behinderung und Stuka-Piloten, die psychische Probleme hatten, vergast wurden. In Oesterreich habe ich den Gedenkstein aufgesucht, wo die Asche von behinderten Menschen in die Donau geworfen wurde. Nichts sollte an sie erinnern.
Und dann besuchte ich auch hin und wieder auf meinem Weg einen deutschen Soldatenfriedhof. Viele Orte habe ich vergessen. In Italien gibt es vier große Soldatenfriedhöfe. Insgesamt 100.000 deutsche Soldaten sind in Italien gefallen, neben unzähligen Italienern und Alliierten. Von den Friedhöfen am Futa-Pass und am Monte Cassino hatte ich gehört und als ich 1994 einen Familienurlaub am Gardasee verlebte, besuchte ich den deutschen Soldatenfriedhof Costermano, den zweitgrößten in Italien. Die Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat hier auf einem Gelände mit Blick auf den See eine ruhige Stelle des Gedenkens geschaffen.
Heute, am 26.08.2019 habe ich dieses Foto in einer Zigarrenschachten gefunden und lasse die Gedanken schweifen:

 

Kriege sind der Beweis menschlicher Dummheit.
Fred Ammon

 

Manchmal ist es wichtig, in richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken.
Das kleine Bild (links) entstand 2011 im Schmetterlingshaus in Hamm.

Leider sind gesundheitlich bedingt keine Radtouren mehr möglich.
Wenn die Vögel auf dem Gehweg vor mir weghüpfen statt zu fliegen, stellt sich mir die Frage: "Sieht man mir meine Unsportlichkeit wirklich schon so an?"

NL-Istanbul 2008
(4.340 KM)
Ergebnis: 23.000 € an Spenden für Behinderten-Bulli

Ich war noch nicht überall, aber es steht auf  meiner Liste                                                          


Das Praktische am Urlaub ist,
dass er einem nicht nur die Kraft gibt,
die Arbeit wieder aufzunehmen,
sondern einen auch derart pleite macht,
dass einem gar nichts anderes übrig bleibt.


 

Was gibt es schöneres als die Welt zu bereisen? Mir fallen da nur sehr wenige Dinge ein und deshalb möchte ich in den nächsten Jahren noch viele, mir bisher unbekannte Orte kennenlernen.
Nachdem ich von 1986 bis 2011 Europa mit dem Rad bereiste, 2012 und 2013 Tansania durchquerte, flog ich im Januar und Februar 2017 8 Wochen nach Asien. 2017 rundeten Nordzypern, Schaffhausen am Rheinfall, 2 * Texel und eine 4-wöchige Rehamaßnahme in Überlingen/Bodensee das wohl reisefreudigste Jahr ab.

Als nächstes geht es im März 2018 nach Marokko.

Wer reist, der hat was zu erzählen – hier fängt meine Geschichte an

1997 habe ich die erste von 4 Radtouren unternommen, die jeweils ca. 4000 km lang waren. Es ging von Oerlinghausen ans Mittelmeer, bis Gibraltar und dann nach Sevilla. Von dort flog ich zurück. Damals fuhr ich mit ca. 50 kg Gepäck. Zelt, Kochgeschirr usw.waren dabei. Erst ab 2006 habe ich auf's Zelten verzichtet.
Das Wetter war grauenhaft. Am Mittelmeer war es kühl und eine Blaseninfektion ärgerlich. Die ersten richtigen warmen Sonnentage hatte ich in Jerez und Sevilla. 3 oder 4 Sonnentzage in 5 Wochen waren nicht prickelnd, erleichterten aber das Fahren.
Ich erinnere mich noch an nette Begegnungen in Jerez und den Dieb, dem ich in Sevilla voll in den Hintern getreten habe. Das war auf meinen Radtouren der einzige Diebstahlversuch. 
Einen vollendeten Diebstahl gab es in Marrakesch 2017 (siehe Seite Marokko)

2006 erste Radtour mit Benefizidee
Herford-St. Petersburg
(ca. 5.300 € an Spenden, 3000 km)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2011
 

Manche Menschen sind nie verrückt. Was für ein wahrhaft grauenvolles Leben!

()

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben
mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
 
 
(Erasmus von Rotterdam)
 
6 Monate nach meiner ersten Hüft-OP gab es in 2011 eine letzte Radtour von Borne (NL) nach Trakei in Litauen. Um die Muskulatur wieder aufzubauen gab ich mich bei dieser letzten Tour mit 2000 Kilometern zufrieden, ohne zu ahnen, dass weitere Operationen meiner großen Leidenschaft ein Ende bereiteten.
2012 und 2013 gab es medizinische Projekte in Tansania. Aber ich möchte noch weitere Teile der Welt kennenlernen und 2017 ist mit der Reise nach Südostasien ein erster Schritt getan. Die Zahl "15.000" im Bericht der NW ist übrigens nicht zutreffend. Es fehlt ein "0" ;-). Alleine 2008 konnte ich auf meiner Radtour von Borne (NL) nach Istanbul 23.000 Euro an Spenden sammeln. Auch wenn die Tour 2017 eine reine "Privattour" ist, wird es auch zukünftig immer mal wieder Reisen und Aktionen geben, auf denen ich Spenden sammeln werde. Zumindest diese Leidenschaft ist mir geblieben.
 
 

Ich treffe mich mit Engelbert Nagelschmidt, der mit dem Rad die Ostsee umrundete in Trakai.
Ich selber habe wegen gesundheitlicher Probleme nur die Strecke NL-Trakei gemacht.
Wir haben gemeinsam für das Kinderheim in Trakei Spenden gesammelt.
Treffpunkt 16 Uhr vor der Burg....wir waren beide pünktlich am Ziel

 

Erinnerungen - Manchmal Oasen in der Wüste des Alltags.

(Seibold, Klaus)

 

24.08.2019
Es ist ein Kreuz, wie vergeßlich ich geworden bin. Ich habe so viel vergessen und die meisten Bilder sind in den Weiten des Internets verschollen (leider ungesichert). Heute fand ich ich einer Schublade dieses Forto und erinnere mich nur ganz schwach. Ich meine es wäre 2010 gewesen, als ich vor meiner ersten Hüft-OP die Muskulatur am Oberschenkel aufbauen wollte. Mein Ziel waren 50 Hansestädte in 5 Wochen -- 46 habe ich dann geschafft und einen mittleren 4stelligten Betrag für ein Waisenhaus in Litauen gesammelt. (Tour HF- NL-Tallinn)
Ja, an diesen Moment, der auf dem Foto gezeigt wird, erinnere ich mich genau. Das Pressebild für den Eintrag ins Goldene Buch der Hansetadt Anklam. Dieses Bild wurde für die Presse gemacht. Tatsächlich habe ich mich am Abend "ordentlich" in einer Gaststätte eingetragen. Ich durfte mich auf der Tour in drei oder vier "Goldene Bücher" eintragen - keine Ahnung mehr, wo das war.
Zu Anklam kommen aber einige wenige Erinnerungen hoch: Otto-Lilienthal-Stadt mit eindrucksvollem Museum. Zuerst von den Alliierten bombardiert, dann, als die Russen schon einmarschiert waren, haben die Deutschen auch noch Bomben auf ihre eigene Stadt fallen lassen.
Schade, dass  ich auf den Radtouren immer nur ganz kurz in einzelnen Städten war. Da habe ich viel versäumt. Aktuell versuche ich das nachzuholen, obwohl es eigentlich nicht nachzuholen ist. Radfahren geht nicht mehr und so fliege ich in 4 Wochen nach Allenstein, miete mir ein Auto und schaue mir die Masuren, Elblag und Marienburg genauer an. Ich kann die Zeit leider nicht zurückdrehen. Einiges würde ich anders machen in einer Zeit, in der mir mein Körper Grenzen aufzeigt und ich an die Endlichkeit des Lebens hin und wieder erinnert werde. 

24.04.2019:
Was so alte Kästchen hervorbringen. Hier ein Foto vom 27.04.1989.
War das kalt. Als wir über Anfang Mai noch über die Mittelgebirge fuhren, waren in Münschen bei 30 cm Neuschnee Schneepflüge unterwegs. Mitte bis Ende der 80iger Jahre waren es noch die kleinen Radtouren:
Von Oerlinghausen zum Balaton (1500 km - 10 Tage)
Von Oerlinghausen nach Pisa (1500 km in 10 Tagen)
Oerlinghausen- Barcelona (2300 km in 3 Wochen)
Später folgten dann viele Touren nach Russland, Gibraltar, Sizilien, Algarve, einige ins Baltikum usw. Diese Touren dauerten teilweise 5-7 Wochen und die längste war 2008 von den NL nach Istanbul.

 

 

Die schönsten Erinnerungen sind stets Erlebnisse, für die man sich Zeit genommen hat. Ich weiß genau, dass ich immer durchs Leben gehetzt bin, zu viel Ungeduld und Rastlosigkeit im Gepäck gehabt, zu viele Chancen verpasst, zu viele wertvolle Menschen im aufgewirbelten Staub übersehen habe.
(Harles Kuralt, amerik. Nachrichtenkorrespondent, 1934 – 1997)

(Das könnten auch meine Worte gewesen sein.........das Bild entstand ca. 2013 und ich weiß nicht einmal mehr in welcher Stadt)

 

 

 

 

 

Dieses Bild entstand 2012 am Viktoriasee
 

„Wenn der Wind der Veränderung weht, suchen manche im Hafen Schutz, während andere die Segel setzen!“

 




"Ein Boot kommt nicht voran, wenn jeder auf seine Art rudert."
Sprichwort auf Swahili

 

 

Foto oben:  Tansania 2013
Zahme Vögel singen von Freiheit -- freie Vögel fliegen

 

 

Diese Bilder könnten Mahnung gewesen sein, waren es aber leider nicht!
(Regenbogenjimmy)

 

 

Ho Chi Minh Stadt heute -- Saigon gestern

 

Heute eine blühende Metropole - vor weniger als 50 Jahren Schauplatz eines schrecklichen Krieges.


 

Der Krieg hat einen langen Atem. Noch lange, nachdem er vorbei ist, holt er seine Opfer
(Martin Kessel)

 

 

 


 

Thailand, Febr. 17

Angkor, Weltkulturerbe, Jan. 2017

 

 

Vietnam, Jan. 17

 

 

“Reisen lehrt Toleranz.”                    Benjamin Disraeli

“Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.“
Arabisches Sprichwort


"Fahre in die Welt hinaus. Sie ist fantastischer als jeder Traum.“
Ray Bradbury


 


 

 

Angkor, 23. Jan. 2017

Mit eigenem Geschick kann man sich aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, eine Treppe bauen. (Chinesische Weisheit)

 

Eins habe ich übers Fischen gelernt:
Für den Köder geht's immer schlecht aus


aus "Das Vermächtnis der Tempelritter"

 










Tötet nicht die Bäume, macht nicht das Wasser unserer Flüsse trübe.
Reißt nicht das Eingeweide unserer Erde auf.
(Keokuk, Häuptling der Sauk)

Natürlich könnte ich nur die "schönen" Bilder Südostasiens zeigen, mit Sonnenuntergängen, bei denen die Sonne auf Seilen balanciert, sich auf Pfosten ausruht oder von zwei Ästen in die Zange genommen wird. Ich könnte nur schöne Strände zeigen. All dieses wird den 5*-Touris geboten und nur dieses....
 

 

........Aber Südostasien ist auch etwas anderes. Armut und Schmutz an jeder Ecke, völlig vermüllte Ufer und Strände, Kanalrohre, die die Abwässer der Menschen direkt in die Flüsse oder den Golf leiten - nahe an den Stränden tagsüber abgedeckt und für die Touristen nicht sichtbar.
Gerade aktuell schreibt eine thailändische Zeitung, dass im Golf von Siam 2 Riesenteppiche mit Plastikmüll aufgetaucht sind, die das gesamte Ökosystem im Golf von Thailand gefährden.
Aus Vietnam hatte ich ja bereits über das große Fischsterben gesprochen. Auslöser waren die "Abfälle" eines riesigen Stahlwerkes.

 

 

 

El Jadida (Frühling 2018)

oben: Kibo 2012
links: Foto in einem Nationalpark 2013

                                                      oben: Krakau 12.12.2018

Krantor (rechts im Bild) am 5.12.2018 bei herrlichem Sonnenschein




                                       Foto rechts: Mandelblüte Februar 2019

Brutaler kann man die Gegensätze kaum zeigen: Ober das Riesenrad in der fröhlichen Stadt Danzig, unten das Riesenrad auf dem traurigsten Vergnügungspark der Welt. Er sollte am 01.05.1986 eröffnet werden. Am 26.04.2016 war in 3 oder 4 Kilometer Entfernung Reaktorblock 4 explodiert. Hier hat es kein vergnügtes Kinderlachen gegeben.

Foto links: Mai 1994 am Gardasee









Foto unten: Schade, dass ich nicht mehr weiß, wo das Bild aus dem Jahr 1996 entstanden ist. Ich vermute mal, dass es auf Amrum war

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© Erhard Krull