Beirut (früher: "Paris des Nahen Ostens")


Meine nächste Reisen führt mich nach Beirut.
Ich werde dort den früheren libanesischen Flüchtling Charbel treffen, den ich in Spenge (bei Bielefeld) kennenlerner durfte.
 

 

 

Discotest 2015
Flüchtlinge vor'm MARTa in Herford.
Bei über 20 Versuchen in Kleingruppen bekam keiner der Flüchtlinge Einlass.
Der Libanese Charbel ist der 4. von links in der unteren Reihe.

Charbel, oberes Foto in der Mitte, hatte bei unserem "Discotest" teilgenommen.
Wir versuchten (das war vor den Silvestergeschehnissen in Köln) mit jungen Asylbewerben in Herford und Bielefeld in verschiedene Discos zu kommen.
Als "Gegenpol" nahmen auch einige junge Menschen ohne Migrationshintergrund teil.

Fazit: Bei gut 20 Versuchen, in Kleingruppen (1-4 Personen) in die Discos zu kommen, hatte nicht ein einziger der jungen Leute mit Migrationshintergrund Erfolg. Immer wenn die Gruppen "gemischt" waren, wurden aussortiert. NW-Redakteurin Miriam "schauspielte" mit einem Flüchtling ein Paar. Resultat: Miriam kam herein, ihr "Freund" nicht.

Charbei und die anderen habe ich nicht nur beim Discoprojekt kennen und schätzen gelernt.

Bei dieser Reise interessiert es mich natürlich, was Charbel als Flüchtling in Deutschland erwartete und warum er in seine Heimat zurückgekehrt ist.

Dann interessiert mich Beirut als Stadt. Schon in der Antike war der Küstenstreifen des heutigen Libanon von herausragender Bedeutung.

Last, but not least bewundere ich dieses kleine, multireligiöse Land, welches eine so große Anzahl von Flüchtlingen aus Syrien aufnimmt. Hier würde ich gerne weitere Infos vor Ort (in Beirut) von Einheimischen erhalten. Flüchtlingslager werde ich aus Sicherheitsgründen nicht besuchen.

11.06.2017
In 4 Tagen geht es los. Einige Kleinigkeiten sind noch zu erledigen.
Heute habe ich mich sicherheitshalber in die Krisennotfalliste der deutschen Auslandsvertretung in Beirut eingetragen. Keine Ahnung, ob das wirklich notwendig ist, aber ich dachte mir mal "sicher ist sicher".
Karl von Pro Asyl Spenge hat für Charbel in tolles Fotobuch gestaltet. Wir haben uns die Kosten geteilt und ich kann ein sehr persönliches Geschenk mitnehmen. Danke Karl für dieses wunderschöne Buch!

 

15.06.2017 - 11:00 Uhr
Ich sitze im Flughafengebäude und kann in etwa 30 Minuten einchecken.
Die Fahrt mt dem ICE nach Köln war nicht ganz so angenehm, wie ich mir das vorstellt habe.
Ich hatte einen Platz an einem Tisch in einem Großraumabteil reserviert. Auf dem Ticket steht: Nichtraucher, RUHEBEREICH!
Na ja und dann war das Abteil belegt. Bis auf 4 oder 5 andere Gäste war eine Handballmannschaft aus Bad Salzuflen auf dem Weg nach Malle. Seit heute weiß ich, welche Musik auf Malle gespielt wird, zumindest dort, wo die jungen Leute hin wollen. Entweder kam die Mucke laut aus einem Player, wobei dieser von den musikalisch nicht besonders begabten Männern häufig übertönt wurde. Die alkoholischen Getränke mussten ja bis zum Check In alle werden und so wird der Pfandsammler am Hbf seine helle Freude haben.
Da ich früher auch hin und wieder nicht gerade leise gefeiert habe, habe ich das mit Humor genommen. Etwas leid tat mir allerdings der Student, der im ICE an seiner Bachelorarbeit schreiben wollte.

Heute konnte ich das von Karl Hankel gefertigte Fotobuch "Charbel in Deutschland" übergeben.

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© Erhard Krull