Der Libanon (früher: "Die Schweiz des Nahen Ostens")

Im Libanon wohnen  bis zu 6,2 Mio. Einwohner. Fast die Hälfte davon wohnt und arbeitet in und um Beirut. Die letzte Volkszählung in den Städten war 1932. Die Zahlen beruhen auf Schätzungen. Es wurden über 2 Mio Flüchtlinge, die meisten aus Syrien aufgenommen.
Mal so als kleiner Vergleich: Würde Deutschland pro Kopf so viele Flüchtlinge aufnehmen wie der Libanon, müsten wir knapp 30 Mio. Menschen beherbergen. Das Land ist überfordert!
Schon der Bürgerkrieg von 1975 bis 1989 forderte 90.000 Todesopfer, 115.000 Verletzte und 20.000 Vermisste. 800.000 Menschen flohen ins Ausland.
Im Linanonkrieg 2006 starben etwa 1900 Menschen, in der Mehrheit Zivilisten. Immer wieder gibt es Attentate und weite Teile des Landes können nicht als sicher angesehen werden, wie u.a. die Bekaa-Ebene, Südbeirut, Südlibanon und die Flüchtlingslager. Wer das Land bereisen möchte, dem empfehle ich die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes.

Neben arabisch sprechen viele Menschen französisch und mittlerweile auch zunehmend englisch.
Im Parlament sind Abgeordnete mit 18 verschiedenen Religionszugehörigkeiten.

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum. Dazu ist ein Reisepass (noch mindestens 6 Monate Restlaufzeit) notwendig. In israelischer Stempel im Pass verhindert eine Einreise. Das Visum (1 Monat) erhält man bei Ankunft im Flughafen. Wegen des Syrienkonfliktes ist die Anreise per Flugzeug zu favorisieren. Ansonsten sind die Grenzen dicht.

 

 

 

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© Erhard Krull