Religionen im Libanon - zwischen Kirche und  Koran

Charbel, der perfekt arabisch, französich und englisch spricht, sowie ein recht gutes deutsch ist praktizierender Christ. In seiner Zeit in Deutschland hat er im Kirchenchor der Kirchengemeinde Jöllenbeck (Stadtteil von Bielefeld) gesungen.
Zu den Religionen in Beirut, bzw. im Libanon:
Der Bürgerkrieg riss Beirut in moslemische und christliche Stadtteile.
Es gibt 18 anerkannte Religionsgemeinschaften. Bis zum Bürgerkrieg lebten die Gläubigen der einzelnen Gemeinschaften gemeinsam in den einzelnen Stadtteilen. Der Bürgerkrieg war Auslöser dafür, dass sich die jeweiligen Religionen in einzelnen Stadtteilen konzentrierten. So gibt es Stadtteile, die hauptsächlich von Christen bewohnt werden, andere von Sunniten und Schiiten.
Die Drusen, die 7 % der Bevölkerung ausmachen, leben über das Land verstreut.
Der Anteil der Christen ist in den letzten 80 Jahren von fast 60% auf weit unter 40% gesunken. Eine Rolle spielen dabei die Geburtenrate und religiöse Repressalien. Im Libanon wohnen nun mehr als 50% Muslims.
Bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind vor allem christliche Libanesen aufgrund von religiösen Repressionen aus ihren Heimatgebieten im damaligen Osmanischen Reich ausgewandert. Seither existiert eine mehrere Millionen Personen zählende libanesische Diaspora welcher größer als die Bevölkerung des Libanon ist. In den ersten Jahren des Bürgerkriegs verließen vermutlich mehr als eine halbe Million Menschen das Land – da offizielle Zahlen nicht verfügbar sind, handelt es sich um Schätzungen.

Brasilien hat die größte Zahl an Menschen libanesischer Herkunft. Geschätzt auf etwa 7 Millionen, wird die libanesischstämmige Minderheit überwiegend von Christen gebildet, deren Vorfahren bei einer Einwanderungsbewegung in den 1850er Jahren kamen und während des Bürgerkrieges im Jahr 1975-1990.

Das Parlament setzt sich seit dem nach dem Grundsatz der konfessionellen Parität wie folgt zusammen:

Der südliche Stadtteil Beiruts sollte lt. Auswärtigem Amt von Westeuropäern nicht aufgesucht werden. Hier herrschen die Hisbollah.
Ich muss Charbel noch fragen, ob es auch Stadtteile für Atheisten gibt, weil ich sonst gar nicht wüsste, für welchen Stadtteil ich mich entscheiden könnte ;-)
Seine Antwort liefer ich nach.

 

 

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© Erhard Krull