Lech am Arlberg und Salzburg

In der Nähe von Salzburg in Seekirchen am Wallersee werde ich Freunde besuchen. Vor genau 50 Jahren habe ich mit meinen Eltern bei Evis Eltern 2 oder vielleicht auch 3 Urlaube verbracht. Das war in Neumarkt a.W. Der Kontakt ist nie abgerissen.
Wir habe uns bei unseren Hochzeiten besucht, ich bin vor 20 Jahren mit meiner damals 11jährigen Tochter mit dem Rad an den  Wallersee gefahren und zur Erholung haben wir noch eine Woche bei unseren Freunden gewohnt. Bei meinen Radtouren nach Sizilien oder Pisa u.a. habe ich immer mal ein oder zwei Übernachtungen dort verbracht. Der letzte Urlaub an Wallersee, Mondsee, Mattsee, Gosausee, Attersee usw. dürfte 5 oder 6 Jahre her sein. 
Jetzt wird es wirklich mal wieder Zeit, dorthin zu fahren. Bis auf einen kurzen Mailverkehr vor einem Jahr war etwas länger "Sendepause"
Da mir gesundheitlich das lange Autofahren nicht besondes liegt, werde ich auf jeder Strecke ein oder besser 2 Übernachtungen einplanen und zwar in Kulmbach und in Regensburg oder Augsburg. In Salzburg selber werde ich 6 oder 7 Übernachtungen einplanen und von dort die Seenlandschaft abfahren oder bei schlechtem Wetter einige Museen besuchen. Meine dortigen Freunde werde ich überraschen und vermute, dass sie in Corona-Zeiten nicht im Urlaub sind. 
Am 14.09. und 15.09.habe ich zwei wichtige Termine im Klinikum, wobei der 14.09. der wichtigere ist. Mein Körper wird wieder auf die Entwicklung der Metastasen hin untersucht. Alles was außerhalb des Gehirns geschieht, sehe ich erst einmal als nicht weiter tragisch an, vielleicht auch noch die blöde Metastase am Oberschenkel, in der Nähe des Schaftes. Egal wie die Untersuchung ausgeht, den gleich anschließenden Urlaub werde ich auf jeden Fall machen.
Diesen werde ich vom 17.09. bis zum 25.09. buchen. Anschließend werde ich wieder einen Arbeitsversuch mit ca. 4 Stunden starten. Ich befürchte aber, dass ich das "normale" Pensum von 8 Std/tgl. nicht mehr erreichen werde. Aber mit 64 Jahren (am 20.08.20) und einer Schwerbehinderung von 100% bin ich jenseits des Alters, wo ich Höchstleistungen vollbringen möchte. Ich freue mich einfach über das, was noch geht und diese Zeit genieße ich. Ist anders als früher, aber es gibt so schöne Momente, wie zum Beispiel in Lech


Das mit Lech am Arlberg ist eine kurze, aber sehr interessante Episode. Das sind die schönen Momente im Leben, auf die ich keinesfalls verzichten möchte. Es gibt diese Geschichten, auf die man im Leben wahrscheinlich immer wieder gerne zurückblickt.  Ein tolles, verlängertes Wochenende ist geplant.
Fangen wir mal vorne an. Mein Freund, der Fotograf Jürgen Escher hat nicht nur für Karl-Heinz Böhm, Cap Anamur und Adveniat gearbeitet, sondern u.a. Anfang der 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts des letzten Jahrtausends auch für das Time Magazin. Dort hatte er einen Auftrag in Lech am Arlberg. Es ging im Prinzip über den Übergang einer bäuerlich geprägten Gesellschaft zu einem Skizirkus, wobei der Skizirkus schon sehr deutlich auf der Gewinnerstraße war und die ursprüngliche Lebensweise nur noch von älteren Einheimischen beschrieben werden konnte. 
Dabei hat Jürgen 1992 ein Foto eines damals 5jährigen Mädchens in der heimischen Tracht gemacht. Ein wunderschönes Portrait. Ich hatte mir schon seit einigen Monaten das Ziel gesetzt, dieses Mädchen zu finden und der jetzigen jungen Frau das große gerahmte Foto zu übergeben. Vor 30 Jahren wurde noch analog fotografiert. Das Bild war in dem mehrseitigen Bericht im Time Magazin nicht veröffentlicht, sondern erst in dem Buch "Begegnungen" aus dem Jahr 2006. Ich kann nicht davon ausgehen, dass das Bild in Lech bekannt ist und hoffe auf eine Überraschung. 
Dazu kommt, dass es eine kleine Revival-Tour für mich werden kann. Meine ersten beiden Skiurlaube habe ich in Nessleg (Schröcken am Arlberg) gemacht. Das muss vor gut 40 Jahren gewesen sein. Das Hotel hieß "Widderstein" und mein Skilehrer "Obstler-Erich". An viel mehr kann ich mich nicht erinnern. Schröcken ist nur 10 Kilometer entfernt. 

Sowohl für Salzburg, als auch für Lech am Arlberg habe ich einen gesonderten Link auf dieser Homepage geschaltet. Bis Ende September sind dann die beiden Berichte fertig. 


 

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© Erhard Krull