Tagebuch Mallorca 03.-10.02.2019

04.02.2019
Der gestrige Flug verlief ohne Komplikationen, ebenso das Abholen des Mietwagens. Dabei scheint sich die Mietwagenfirma zu meinen Ungunsten vertan zu haben (Absicht unterstelle ich mal nicht). Heute habe ich schriftlich reklamiert und bin dann vom Hotel "Alcudia Garden" an Strand und Hafen gegangen.
Das Wetter ist kühl (ca.10 Grad) und sonnig. Bei dem Sonnenschein schießen die ersten Glückshormone ins Gehirn.

 

Morgens habe ich einen kleinen Spaziergang zum Yachthafen von Port d'Alcudia unternommen. Im Ort wird gewerkelt, gezimmert, gestrichen und gemauert. Es ist ja eigentlich tiefer Winter und noch sind erst wenige Urlaubsgäste da. Ich schätze mal, dass 75% der Geschäfte, Hotels und Restaurants noch geschlossen sind. An den Tischen ist wenig los.
Ich mag diese Ruhe!
Nachmittags habe ich die Entfernungen unterschätzt. Es sind doch einige Serpentinen über das Gebirge gen Westen bis Soller. Auf dem Rückweg habe ich die ersten blühenden Mandelbäume gesehen. Es sind noch nicht viele, die blühen. Fotos konnte ich keine machen, da es schon dunkel wurde.
Im Gebirge war es mit max. 5 Grad sehr kühl und es wird wohl Nachtfrost geben.
In Alcudia war es max. 13-14 Grad und kommende Nacht bleibt es frostfrei.

 

05.02.2019
Heute stand eine Autofahrt über Port de Pollenca zum Cap Formentor auf dem Plan. Leider läuft es gesundheitlich nicht besonders gut. Ich bin einfach zu müde und zu erschöpft und kurzatmig. Meinen Plan, mir wenigstens ein E-Bike zu leihen, habe ich mir deshalb abgeschminkt. Es ist zum Kotzen.
ImHafen von Port de  Pollenca habe ich eine Stunde auf der Parkbank fest geschlafen und mir anschließend einen Salat Meeresfrüchte gegönnt.
Über zahlreiche Serpentinen erreichte ich am späten Nachmittag den Leuchtturm am nördlichsten Zipfel der Insel.
Ich kann mich immer noch über Kleinigkeiten freuen, sei es über die Spatzen, die auf der Kaimauer neben meinem Fuß Platz genommen haben oder die Bergziegen, die ohne Höhenangst zwischen den steilen Felsen rumkraxeln.

Bild oben: Alte Liebe rostet nicht, alte Schlösser schon





Foto rechts: Port de Pollenca hat mir nicht ganz so gut gefallen.
Gestern bin ich, als es schon dunkel wurde, durch Valdemossa gekommen. Ich glaube, den Ort schaue ich mir mal genauer an.

Das Wetter heute: Heiter, 15-16 Grad. Nachts empfindlich kühl, in den Bergen noch leichter Frost.
 

Hotelgartenanlage. Die Liegestühle sind noch frei und das obligatorische
Auslegen von Handtüchern ist nicht erforderlich ;-)
                                                                                                                                               Viele Geschäfte sind noch zu.
                                                                                                                                               Dabei hatte ich mich so auf
                                                                                                                                               einen Friseur gefreut ;-)

06.02.2019
Zu Beginn gleich ein Kampf um die rechte Dame. Die Hörner knallen laut aufeinander. Ob die nachher wohl Kopfschmerzen haben?




Das war in der Nähe von Cala Ratjada

Noch blühen nicht viele Mandelbäume. Es war in den letzten Wochen wohl zu kühl

Pflügen zwischen Mandelbäumen

Der Tag heute war wieder anstrengend. Eine Straße war gesperrt und eine Alternativroute nicht ausgeschildert. Ich habe Umwege gefahren wie ein Blöder.




Das Leben schenkt mir aktuell Zitronen. Ich mache das Beste draus und bestelle Salz und Tequila!

07.02.2019
Immer mehr Mandelbäume bekommen Knospen und Blüten. Die wärmeren Tage lassen die Natur explodieren. Die beste Zeit für die Mandelblüte ist eine gute Woche später. Dann blühen die ersten noch und die letzten fangen gerade an zu blühen.
Heute wollte ich nach Inca fahren, aber mir liegen im Moment keine großen Orte. Ich habe dann 2 kleine Dörfer in unmittelbarer Nähe aufgesucht und vor 2 Cafes weiter an einem Buch gelesen.
Bis Mittag war es nebelig und kühl, nachmittags ziemlich sonnig bei 17 Grad. Abends und Nachts ist es noch empfindlich kühl.....halt noch Februar!
 

Den 08. schenke ich mir, Ruhetag.

Wetter: ziemlich sonnig,16 Grad


09.02.2019
ziemlich sonnig, 17-19 Grad
In Cala Milor gibt es längs der Strandpromenade Kunst aus Stein und Eisen (hier links im Hintergrund). Aber die Figur im Vordergrund erinnert mich an einen Besuch in Mölln vor fast 40 Jahren. Dort gibt es eine Figur von Till Eulenspielgel und der Daumen ist ganz blank, weil viele Besucher am Daumen reiben. Bei diesem Herrn scheint es die Nase zu sein, an der gerieben wird.
Wer in Mölln an Daumen oder Füßen von Till reibt, soll Glück haben. Ist vielleicht mal einen Besuch wert ;-)

Die Kunstwerke aus Stein und Eisen haben alle einen Titel aus dem Wohnbereich, hier zum Beispiel "Eingangstür"
 

Ich fühle mich sehr abenteuerlustig. Es gibt noch so viele Türen, die zu öffnen sind, und ich habe keine Angst, dahinter zu schauen.

(Elisabeth Taylor)

Für ein gutes Tischgespräch kommt es nicht so sehr darauf an,
was sich auf dem Tisch,
sondern was sich auf den Stühlen befindet.

(Walter Matthau)

Ein Freund schrieb mir gestern, ob ich nicht auch mal etwas zu den Serpentinen und dem Essen auf Mallorca schreiben könnte.
Dieses Jahr ist alles anders. Es ist glaube ich erst das dritte oder vierte Mal in meinem Leben, dass ich einen Pauschalurlaub gebucht habe. Das Angebot umfasst Frühstück und Abendessen in Buffetform. Da gibt es alles, was das Herz begehrt. Ich habe mir in diesem Urlaub eine Diät auferlegt und halte sie bis auf eine Ausnahme auch konsequent durch:
Kein Alkohol, keine Süßigkeiten, kein Eis, kein Fleisch (außer Fisch), abends keine Kohlenhydrate. Einmal habe ich ein Hähnchenbrustfilet für Fisch gehalten, na ja...trotzdem gegessen. Was bleibt da für mich? Salate, Gemüse, Fisch und Obst.
Mittags esse ich immer nur einen Salat und zwar entweder mit Meeresfrüchten (Foto von heute) oder mit Ziegenkäse.
Die nette Assistenzärztin fragt mich jedes Mal, ob ich auch ja mein Gewicht halte (90 kg bei 170 cm). Das klappt, aber die Zunahme von Weihnachten habe ich jetzt wieder weg und mehr will ich auch nicht, versprochen!
Hier gibt es natürlich an jeder Ecke etwas für die deutschen Touristen, die auf die Küche von zu Hause nicht verzichten möchten, ob Haxe, Bratwurst oder Schnitzel.
Es folgt mal ein Foto als Beweis, obwohl das ja eigentlich klar sein sollte:

Ach ja, dann war da noch die Frage zu den Serpentinen.
Lieber Dieter, ich bin zugegebenermaßen ein schlechter, nein ein sehr schlechter Autofahrer. Trotzdem habe ich mich in diesem Urlaub auf einige der kurvigen Straßen im Gebirge gewagt einmal auf dem Weg nach Cap Formentor, einmal über das Gebirge (ist übrigens über 1400 Meter hoch) an die Westküste und noch zur Eremitage Betlem, in der Nähe von Arta. Das war eher Zufall. Es wurde dunkel, eine Straße war gesperrt und ich dachte, ich könnte von dort weiterfahren. Aber das entpuppte sich als enge Serpentinenstarße und Sackgasse. Diese enge Straße musste ich dann im Dunkeln zurück (8 km). Ich glaube, wenn mir ein Auto entgegengekommen wäre, hätte ich einen Kupfernagel in der Hose gehabt. Zwei PKW passen nämlich nicht aneinander vorbei. Also kein Kupfernagel, aber Schweißränder unter den Achseln ;-)

Es blühen zwar immer mehr Mandelbäume, aber ich bin 1 Woche zu früh gekommen. Es werden kaum 10 % sein, die blühen. Ich kann mir vorstellen, wie toll es ist, wenn die frühen Bäume noch blühen und die späten anfangen zu blühen. Das würde ich gerne noch einmal in voller Pracht sehen.

In Cala Milor gibt es auch Graffitikunst am Strand

Marina von Portochristo

Morgen ist mein letzter Tag. Der Flieger geht abends spät und ich werde am Montag die letzten Bilder nachreichen. Vor 2 Uhr am Montag werde ich kaum zu Hause sein können. Aber so habe ich morgen noch Zeit, mir einen weiteren Ort anzuschauen.
Der Urlaub war erholsam und ich habe mir kleine, schöne Erlebnismomente gegönnt. Trotzdem merke ich, dass dies kein Urlaub war, wie alle vorherigen. Ich war nicht so unbefangen, wie ich gerne sein wollte.
Jetzt hoffe ich, dass mir durch die beiden nächsten, schon gebuchten Urlaube im April kein Strich gemacht wird. Anfang April möchte ich gerne noch einmal für 6 Tage nach Danzig und einer Einladung folgen. Auf den Urlaub Ende April an die Amalfiküste mit meiner Tochter freue ich mich ganz besonders. Der letzte längere gemeinsame Urlaub war 2013 in Tansania..

Das war's!

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© Erhard Krull