Marrakesch, die Perle Marokkos

Der Flieger brachte mich am 02.03.18 nach Marrakesch, einer Stadt mit 1 Mio Einwohnern......zunehmend, weil es junge Leute aus den kleinern Dörfern im Atlasgebirge hierher zieht.
Hohe Palmen und im Hintergrund das schneebedeckte Gebirge, das war der erste Eindruck nach der Landung.
In den Parkanlagen Palmen und Bäume voller reifer Orangen und nur wenige Kilometer entfernt ist noch tiefer Winter.
Die Medina gehört seit 1985 zum Weltkulturerbe!

02.03.2018

Nach einem recht anstrengenden Flug erreichte ich bei strahlendem Wetter Marrakesch. Zu Hause immer noch mäßiger Dauerfrost und hier sind es so 24 Grad bei angenehm frischem Wind.

Letzte Nacht habe ich auf dem Flugplatz verbracht ohne zu schlafen.

Mein PC gibt gerade ziemlich seinen Geist auf. Deshalb gibt es diesen Urlaub nur kurze Texte und unbearbeitete Bilder. Falls ich eine externe deutsche Tastatur finde, was sehr unwahrscheinlich ist, lässt sich das Problem evtl. lösen.

Am Flughafen wollte mich der Taxifahrer übers Ohr hauen. Nachdem ich meine ganzen Sachen wieder ausgeladen hatte und auf dem Weg zum Bus war, gab es doch eine Einigung. 20 Euro statt der geforderten 40. Im Hotel habe ich dann gelesen, dass 20 normal sind und in der Rushhour auch gerne mal mehr .

Am ersten Abend wollte ich marrokanisch essen. Couscous war nicht mein Ding. Aber die Suppe war gut. Die beiden Speisen, einen frischen Orangensaft und einen Tee gab es auf einer Dachterrasse für 7 Euro .

 Am Abend sind die Souks angesagt. Ich merke, dass ich in einer mir fremden Welt angekommen bin .









Schlangenbeschwörer

Da hatte ich kein Interesse. Die Schlangen werden in der Wüste gefangen, die Giftzähne werden entfernt und dann warten abends Tausende auf das Spektakel auf dem Djemaa el Fna. Menschenmassen strömen durch die engen Gassen auf diesen Platz zu und bilden bei den Gauklern und Schlangenbeschwörern riesige Trauben. Schlangen können nicht hören. Der Luftzug des Instruments regt sie zum Tanzen an.
Na dann kein Foto von Schlangen.......nehmen wir einfach mal Erdbeeren

 

 

Obststände gibt es wie Sand am Meer. Ob frische Erdbeeren oder Südfrüchte. Im Akkord werden frische Säfte gepresst.
Da ich aus Vorsicht keine Salate esse, trinke ich jeden Tag 2 oder 3 frisch gepresste Fruchtsäfte, meistens aus Orangen....natürlich ohne Eis. In den Souks, auf den Märkten oder in den Restarants zahle ich ca. 1,30 Euro für ein Glas.

03.03.2018
Es ist sonnig, gut 20 Grad. Ich sitze auf einer Terrasse und genieße die Helligkeit. Nach den dunklen Wintermonaten ist das Honig für die Seele. Das ist besser als im letzten Jahr Jan/Febr. zur angesagtesten Jahreszeit in Südostasien. Mir war es dort immer noch viel zu heiß und hier bin ich einfach unternehmungslustiger.
Nervig ist, dass man permanent angequatscht wird. Die Leute kommen einem nahe und fassen einen teilweise sogar an, wenn sie einen in ihren Souk, ins Restaurant bitten oder mir etwas verkaufen wollen, was ich nicht brauche.
Am späten Nachmittag regnet es stark und abends ist es immer noch sehr unbeständig. In einem kleinen, gemütlichen  Lokal ganz in der Nähe des Hotels esse ich eine Fischterrine (5 Euro). Wegen des Wetters verzichte ich auf einen Spaziergang und komme halbwegs früh und trocken auf mein kleines, klitzekleines Zimmer

Djemaa el Fna, der riesige Platz in der Altstadt von Marrakesch

Übersetzung des Platzes: „Versammlung der Toten“. Hier wurden früher Menschen exekutiert und die konservierten Köpfe monatelang ausgestellt.

Ich genieße frisch gepresste Säfte und bewundere die tollen, bunten Gewürzstände. An einem Gewürz steht „Viagra der Berber". Über die Notwendigkeit dieses Gewürzes lasse ich mich mal nicht aus. Über die Berber („freie Menschen“), die ersten Marrokanern werde ich noch häufiger berichten. Sie machen 1/3 der Bevölkerung aus. Nach jahrhundertelanger Unterdrückung kämpfen sie heute friedlich für ihre Gleichberechtigung. Wahrscheinlich seit der Antike gab es bis in die 1950iger Jahre jüdische Berber. Ein friedliches Zusammenleben klappte
jahrhundertlang ziemlich gut. Mehrere Progrome vor ca.
60 Jahren veranlassten einen Exodus Richtung Israel.

 



Ein Hund denkt: Sie lieben mich, sie pflegen mich, sie füttern mich.
Sie müssen Götter sein.
Eine Katze denkt: Sie lieben mich, sie pflegen mich, sie füttern mich.
Ich muss ein Gott sein.
 

 

Einzelzimmer........schon recht übersichtlich

04.03.2018
Heute habe ich außerhalb der Medina in der Neustadt die Fahrkarte für morgen besorgt. Dieser kleine Markt (Foto) lag auf dem Weg, noch innerhalb der Altstadt. Die Karte kostet gut 7 Euro. Leider fährt die marrokanische Bahn nicht in die Küstenstadt, sondern sie  bedient "nur" die großen Stadte wie Fes, Meknes, Tanger, Casablanca und Rabat. Diese Städte werde ich voraussichtlich per Bahn anfahren, die anderen in guten Bussen.
Heute habe ich gemerkt, was mein Problem auf dieser Reise werden wird. Ich bin nicht gut auf den Beinen und viele der Dinge, die ich hoffte, fußläufig zu erreichen, sind nicht möglich.
Nach dem gestrigen Regen (abends) ist es heute wieder sonnig. Die Schattentremperaturen dürften bei 20 Grad liegen, in der Sonne wohl über 25 Grad.
Da gestern meine Schädeldecke etwas rot wurde (bedingt durch recht wenig Haupthaar), habe ich heute erstmals meine Dockermütze aufgesetzt. Steht mir wirklich gut ;-)

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© Erhard Krull