Friedenswasser stiftet Unfrieden

Zypern gehört zu den 20 wasserärmsten Ländern der Erde - wer hätte das gedacht!
Das Land ist geteilt in der griechisch-orthodoxen Süden und der türkischen Norden des Landes. Dazu mehr an anderer Stelle.

Ein Grund des Zypernkrieges war es wohl, dass das Militärregime in Griechenland vor fast 50 Jahren Zypern dem griechischen Staat einverleiben wollte. Zypern hat drei "Schutzmächte", nämlich Griechenland, die Türkei und Großbritanien. Die Türkei besetzte Teile der Insel und seit 40 Jahren ist diese geteilt. Menschen aus dem Süden wurden in den Norden umgesiedelt und umgekehrt.
Auf der Insel wohnen 2/3 griechisch-stämmige Zyprioten und 1/3 türkischstämmige. Eigentlich hatte sie sich seit jahrhunderten einigermaßen vertragen, trotz der unterschiedlichen Kultur und Religion. Jetzt trennt eine Grenze die Insel. der Nordteil wird nur von der Türkei anerkannt.

Jetzt zum Wasser. Erdogan hat dem Nordteil der Insel eine Wasserpipeline "geschenkt" mit der jährlich viele Millionen Liter Süßwasser in einen Staudamm gepumpt werden. Das Wasser bekommt nur der Norden, obwohl es im Süden genauso trocken ist. "Friedenswasser" hat Erdogan das Projekt genannt. Trotzdem scheint es mit dem Frieden nicht weit her zu sein. Wer sitzt am Hebel der "Wassermacht"? Wer versucht den Nordteil Zyperns noch mehr an die Türkei zu binden?

Die "Urtürken" auf Zypern besitzen z.B. 4 Pässe: einen britischen, einen nord-zypriotischen, einen türkischen und einen zypriotischen. Die Welt ist verrückt!

In den Hotelanlagen ist von Süßwasserknappheit nichts zu bemerken:

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© Erhard Krull