Impfungen/Medikamente (ohne Gewähr)

Einiges an Impfungen hatte ich schon für meine Afrikaurlaube 2012 und 2013 bekommen. Dabei war jedoch zu beachten, dass teilweise der Wirkstoff nur für 3 Jahre ausgelegt ist.
Also waren Ende 2016 wieder 2 Besuche bei Dr.Vollnberg im Klinikum Herford angesagt. Herr Dr. Vollberg ist Tropenarzt und genießt mein vollstes Vertrauen.

 

 

Malaria
2012 hatte ich noch für den gesamten Urlaub Malariatabletten eingenommen, ohne spürbare Nebenwirkungen (Malarone). Trotzdem wird bei kurzen Reisen, die nicht in extrem gefährdete Gebiete gehen, oft auch angeraten, Medikamente mitzunehmen und nur dann einzunehmen, wenn man sich tatsächlich durch infizierte Moskitos ansteckt.
Unbehandelt ist eine Malariainfektion für Europäer tödlich.
Für diesen Urlaub habe ich deshalb "nur" die Notration an Tabletten dabei.

Hepatitis
Hepatitis A wird insbesondere durch verunreinigte Lebensmittel, sowie verunreinigtes Wasser übertragen.
Gelbsucht und Leberschäden können die Folge sein. Diese Impfung ist absolut notwendig.

Hepatitis B führt zu Leberkrebs und Leberzirrhose. Man infiziert sich insbesondere durch den Austausch von Körperflüsssigkeiten, u.a. durch sexuelle Kontakte. Durch IMfungen wird vorgebeugt.

Bei Hepatitis E sind Ursachen und Auswirkungen ähnlich wie bei der Variante "A", wobei Schwangere auch daran sterben können. Es gibt keinen Impfstoff!

Tollwut
Jede noch so kleine durch infizierte Tiere verursachte Wunde ist unbehandelt tödlich. Die Wirkung meiner letzten Impfung war abgeaufen und ich habe mir eine neue verpassen lassen. Das heißt aber nicht, dass ich bei einem Biss oder einem Kratzer geschützt bin, sondern lediglich, dass die Behandlung etwas einfacher ist. Bei jeder noch so kleinen Verletzung durch Tiere ist unverzüglich ein Arzt auszusuchen. Dr. Vollberg hat mir eine echt gruselige Geschichte erzählt. Nur ein ganz kleiner Kratzer, der sofort verheilte. Nach Wochen traten zu Hause Symptome auf und als der Patient, ohne etwas zu ahnen, den Arzt aufsuchte, war es schon zu spät, weil sich der gesamte Erreger im Körper ausgebreitet und festgesetzt hatte. Er starb 1 oder 2 Tage später.

Würmer
Auch hier zeigte mir Dr. Vollnberg Fotos von Betroffenen. Die Würmer gelangen über die Erde in den Körper. Es genügen schon 3 Minuten am Strand ohne Latschen und der Wurm kann sich unbemerkt in den Fuß bohren. Von dort verbreitet er sich im Körper. Eine Impfung gibt es nicht. Am Strand also besser Schlappen tragen. Die Krankheit wird mit Antibiotika und anderen Medikamenten behandelt.

Typus
Auch hier sind verunreinigtes Wasser und Lebensmittel die Ursache. Eine Impfung vermindert das Risiko des Ansteckens,  hilft aber nicht zu 100%. Die Behandlung erfolgt durch Antibiotika.
Hohes Fieber, Kopf- oder Magenschmerzen können auf diese Krankheit (aber auch auf andere) hindeuten.

Denguefieber
Gegen diese durch Mücken übertragene Krankheit gibt es keinen Impfstoff. Zur Prophylaxe wird geraten, DEET-haltigen Mückenschutz dort aufzutragen, wo der Körper nicht durch Kleidung geschützt ist.  Hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen (Knochenbrecherkrankheit) können auf diese Krankheit hindeuten. Eine ärztliche Behandlung ist erforderlich.

Geschlechtskrankheiten
Hier sollte man wissen, dass sich nicht alle Geschlechtskrankheiten durch Kondome verhindern lassen. Klar, dass die HIV-Infektion die bekannteste und am weitesten verbreitetste Geschlechtskrankheit so bekämpft werden kann. Warzen und Herpes und einige andere unschöne Dinge lassen sich nicht verhindern.

Masern

Da ich vor 1966 geboren bin, gehe ich mal davon aus, dass ich immun bin.

Durchfall/Verstopfung
Durch ungewohnte Nahrung und Gewürze, sowie das andere Klima ist gerade in den ersten 2 Wochen mit Durchfallerkrankungen zu rechnen. Ich habe Immodium Akut dabei. Bisher habe ich auf meine Reisen allerdings immer Glück gehabt. Bei lange andauerndem Durchfall ist neben den Medikamenten auch an genügend Flüssigkeit u.a. durch Elektrolyte zu denken. Bei zusätzlichem Fieber oder Blut im Stuhl: unbedingt einen Arzt aufsuchen! Von Durchfall spricht man übrigens, wenn man mehr als 3* in 24 Stunden einen wässrigen Stuhl hat und dazu Fieber oder Krämpfe oder Erbrechen oder Überkeit.
Im aktuellen Urlaub habe ich es eher mit Verstopfung zu tun. Von der Einnahme von Medikamenten habe ich bisher abgesehen.

Japanische Enzephalitis
Auf Anraten des Tropenarztes habe ich mich impfen lassen. Diese Krankheit wird auch wieder durch Mücken übertragen.

Typhus
Bei Reisen in Länder mit schlechten Hygienebedingungen ist eine Impfung zu empfehlen. Meine aktuelle Impfung hält 3 Jahre, also bis Ende 2019.

Tuberkulose
Seit 20 Jahren wird eine Impfung wegen der Nebenwirkungen nicht mehr empfohlen. Bei reisen in gefährdete Gebiete sollte man den Tropenarzt fragen.

Medikamente:
Hier habe ich mich sehr eingeschränkt und meinen Hausarzt gefragt. Die meisten Medikamente gibt es schließlich auch in den Apotheken Indochinas und Thailands.
Ich habe Medikamente gegen Halsschmerzen und Erkältung, weil häufig der Wechsel von draußen 30 Grad in klimatisierte Räume (18 Grad) Probleme verursacht. In diesem Jahr habe ich bisher (nach 5 Wochen) noch keine Probleme.
Dann habe ich ein Medikament gegen (Fuß)pilze. In Anbetracht der warmen und feuchten Witterung kann es auch dabei zu Problemen kommen.
Medikamente gegen Durchfall und Verstopfung bieten sich an, außerdem Sonnenmilch, Ibuprofen, Paracetamol, Antibiatika uvm.

An eines habe ich nicht gedacht: Man sollte von allen ständig benötigten Medikamenten die doppelte Ration mitnehmen und separat aufbewahren. So ist man bei Diebstahl etwas besser gewappnet.

Bisher ist bis auf einen heftigen Gichtanfall in Phnom Penh alles gut gegangen. Ich wusste schon, was ich nur in Maßen essen sollte, hatte aber nicht mehr daran gedacht, dass eine Diät ebenso einen Gichtanfall auslösen kann. Bei der Wärme habe ich sehr wenig gegessen. Dazu kam evtl. ungewohnte Nahrung und Gewürze. Dieses Zusammenspiel wird meinen Körper etwas durcheinandergebracht haben. Das beste Krankenhaus des Landes war nur wenige Kilometer entfernt und die Behandlung ist nicht teuer (36 $). Nach 4-5 Tagen war ich halbwegs wieder fit, so dass ich weiter reisen konnte.





 

 

 

 

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© Erhard Krull