Pattaya

Ja, ja ich weiß schon, Pattaya!. Den ein oder anderen interessiert es schon, was man neben schön zum Essen gehen und an den Strand legen, hier noch so machen kann. An der Rezeption wurde ich gleich darauf hingewiesen, wo ich die einschlägigen Massagesalons und wo die Ladyboys finde.
Wen das interessiert, den verweise ich auf die einschlägigen Seiten im Internet oder der möge hier selber vorbeikommen.
Ich beschränke mich die nächsten 3 Tage auf's Essen gehen, Fotografieren und Shoppen.

 

Aktuelle Infos in den Printmedien:
"....Eine Kontrolle mehrerer lokaler Märkte ergab, dass einige Händler ihr angebotenes Meeresgetier mit Formalin besprüht hatten und somit mit einer Chemikalie, die eigentlich in der Leichenkonservierung zum Einsatz kommt. Die Ware soll dadurch länger frisch aussehen......."
Lecker, lecker, lecker....

Tja, man merkt es wohl nicht sofort:
".......Im Februar 2017 wurde ein Chinese das Opfer eines Ladyboys. Er erklärte den Polizisten, dass er von einer hübschen jungen Dame angemacht wurde. Als er die Dame später als Mann erkannte, hatte er das Interesse verloren. Da der Ladyboy ihn aber geschickt betatscht hatte, wurde ihm dabei sein teures Smartphone entwendet......."

In den Medien wird viel über Raubüberfälle, Diebstähle usw. berichtet. Gerade ist ein Engländer umgebracht worden. Der bekannte Mörder soll nach Sihanoukville geflohen sein. Als er über die Grenze ging, war er noch nicht zur Fahndung ausgeschrieben.
Nachtrag: In Kambodscha gefasst und innerhalb von 48 Stunden ausgeliefert.

In einer Zeitung wird darüber berichtet, dass ein junger Ausländer grundlos zusammengeschlagen wurde. Den Abschluss des Artikels fand ich bemerkenswert: "....Die Polizei untersucht nun die Überwachungskameras und will die Übeltäter finden. Ob es ihnen gelingt, hängt wohl davon ab, ob die jungen Schläger aus einflussreichen Familien stammen oder nicht."

 

 

 

Heute Mittag bin ich gegen 12 Uhr in Pattaya angekommen. Da das Zimmer noch nicht fertig war, bin ich erst einmal schon zum Essen gegangen.
Ich habe das beste und weitaus teuerste Hotel meiner 8-wöchigen Reise bezogen. Das war so gewollt, weil ich ab Samstag noch 6 vermutlich anstrengende Tage in Bangkok bin und ich mich vorher noch etwas erholen wollte. Das Hotel (Jean Boutique***) liegt zwischen Holyday Inn und Mercure, ca. 150 Meter vom Strand entfernt.

Ob "Deutsches Haus", "Alt Heidelberg", die schottische Feinschmeckerkette Mc Donals an jeder Ecke, Starbucks und was man sich sonst so noch denken kann. Na ja, ich hoffe, dass ich heute noch ein thailändisches Gericht finde, denn nach "Haxe mit Sauerkraut" oder "Nürnberger Würstel" oder "Wiener Schnitzel" ist mir bei diesen Temperaturen nicht.

Funktioniert!
In Pattaya soll aktuell auf einer Hauptstr. das Kabelgewirr unterirdisch verlegt werden. Aber es gibt riesige Probleme. Das fängt bei der Finanzierung an (Kosten 75 Mio Bath, ein großer Teil, man spricht von 30-40% fließt in dunkle Kanäle). In Thailand ist Korruption an der Tagesordnung. Weiter geht es um die Sicherheit und Beständigkeit. Der Untergrund ist sehr sandig und wird bei den starken Monsumregen weggespült. Außerdem stehen regelmäßig die Straßen hoch unter Wasser. Das kann gerade beim Strom fatale Folgen haben.

Ein Maler sitzt auf einer Düne und malt den Sonnenuntergang. Ein Ehepaar schaut dabei zu. Die Ehefrau nach einer Weile leise zu ihrem Mann: "Siehst du, Heinz, so sehr muss man sich plagen, wenn man keinen eigenen Fotoapparat besitzt."

Da ich künstlerisch völlig unbegabt bin, bleibt mir eh nur der Fotoapparat

 

Wenn man die Strandstraße in Pattaya entlanggeht, sind auf der einen Seite die Restaurants, Kneipen (oft mit passabler Livemusik), einige Läden und 2 oder 3 Einkaufszentren. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind Palmen und dann der schmale Sandstrand. Dort stehen zwar viele Liegestühle, aber diese sind kaum belegt. Das liegt daran, weil das eigentliche Leben in dieser Stadt erst um 17 Uhr beginnt. Bis zum frühen Abend sind dann wohl auch die letzten Nachtschwärmer aufgestanden.
Am ersten Abend habe ich die Straßenseite mit den Kneipen, Restaurants usw. genommen. Durch einige Nebenstraßen mit den Massagesalons, Go-Go Bars und Kneipen bin ich geschlendert, bevor ich das Essensgeschäft meines Vertrauens gefunden habe. Diese Straße war mir aufgefallen, weil sie ab abends für Autos und Kräder gesperrt, also etwas ruhiger ist.
Gestern bin ich dann, nachdem ich mir gute Livemusik (Rock) angehört hatte, auf der Strandseite zum Hotel zurückgegangen und dort kann man sehen, wie ärmlich es in weiten Teilen Thailands noch zu sein scheint. Alle paar Meter standen dort junge Frauen und Mädchen, die nicht einmal genug Geld haben, um sich etwas mehr Stoff um den Po leisten zu können. Anscheinend warteten alle auf ihren Freund oder Freundin, doch diese hatte sie anscheinend vergessen. Ich konnte aber feststellen, dass sich eine Vielzahl von meistens älteren Männern um diese Frauen rührend kümmerte.
Etwas mehr Geld scheinen die Damen allerdings für Schuhe und Schminke auszugeben. Wenn ich so hohe Schuhe tragen müsste, bekäme ich wohl Höhenangst

Gegen eine Bardame wird ermittelt, weil sie dem Ruf Pattayas geschadet habe.
Na, na, so ganz unschuldig ist der Mann an der Situation aber auch nicht. Letzte Nacht wollte er in einer Bierbar nicht bezahlen, weil das Bier dort erheblich teurer war als im Supermarkt. Er verließ mit seiner Begleitung die Bierkneipe, ohne zu bezahlen.
Eine Bardame wollte den Zechpreller nicht gehen lassen und jetzt seht selbst:

Walking Street – Hotspot des Nachtlebens in Pattaya
Na, dann bin ich am letzten Abend doch einmal über die Walking Street gebummelt - 1 Kilometer „Attraktionen“, insbesondere auf männliche Besucher aus vielen Teilen der Welt ausgerichtet. Hier findet man(n) Frauen für Männer, Männer für Männer, so was dazwischen für Männer und auch einige Männer für Frauen.
Ich habe mir ein Eis gegönnt (gibt es auch) und damit war mein Besuch dieser gut besuchten Eventmeile beendet.
Bei youtube habe ich einen kleinen Film gefunden, der einen Eindruck vermittelt:

 

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© Erhard Krull