Tagebuch

Hier schreibe ich über meine neuesten Eindrücke und Erlebnisse.

 

Ich freue mich auf Eure Kommentare im Gästebuch. Gerne könnt Ihr auch direkt Kontakt zu mir aufnehmen.

 

Dienstag, 03. Januar 2011
Endlich angekommen!

Mein Gefühl in Saigon lässt sich so am besten zusammenfassen: Gottseidank angekommen! Den Job habe ich erledigt. In den nächsten 8 Wochen kann ich mich auf die Dinge konzentrieren, die mir im Leben wichtig sind und die mich glücklich machen.
Ankunft am Flughafen: ca. 1 Uhr. Ankunft Hotel: kurz vor 3 Uhr, eingeschafen: nach 4 Uhr, ausgeschlafen bis 12 Uhr.
Das Zimmer ist sauber, mit Klimaanlage und WLAN. Es hat aber kein Fenster. Das ist mir sehr recht, denn so höre ich nachts nicht den Lärm der Straße. Dort ist Fete bis 5 Uhr in der Früh angesagt.
Nachmittags durch das Bachpackerviertel geschlendert und ein Kleinigkeit gegessen. Habe mir viel Ruhe gegönnt.
Abends ist es voll auf der Straße vor'm Hotel. Ich bin etwas genervt von den Leuten, die einem eine Massage aufschwatzen wollen oder in Lokal reinziehen möchten. Wenn ich dabei noch angefasst werde, ist das gar nicht mein Ding.
iIch suche mir deshalb ein Lokal mit Außengstronomie nach zwei Kriterien aus:
1. nicht so laut
2. halbwegs bequeme Stühle/Tische. (Die allermeisten Stühle und Tische sind extrem niedrig und unbequem)
Es gibt eine Gemüsesuppe und ein Tiger-Bier, danach verschwinde ich im Hotel. Bevor ich ins Bett gehe, schaue ich mir noch die Dachterrase an. Ab 10 Uhr morgens ist dort keine Menschenseele mehr und ich werde hier vermutlich manchen Abend alleine mit einer Dose kühlem Tiger-Bier verbringen. Die Hektik vor'm Hotel ist eher nicht so ganz, was ich an den ersten Tagen des Urlaubs wünsche.
 

 

.Mittwoch, 04.01.2017:
Fühstück auf der Dachterrasse ab 9:20 Uhr. Morgen muß ich eher aufstehen, denn pünktlich um 10:30 Uhr wird abgeräumt.
Frühstück: siehe Link "Essen in Südostasien"
Auf der Dachterrasse bin ich mit einem Mann alleine. Bald stellt sich heraus, dass er aus D kommt. Er ist ganz regelmäßig in Südostasien und ich bekomme einige Ideen für die nachsten Wochen.

 

Mittagessen: Curryhuhn mit Reis und eine Cola light für 4 Euro. Ich habe mir wieder ein Restaurant nach der Qualität der Stühle ausgesucht.

Man sieht auch hier, in der wirtschaftlich aufstrebenden Stadt noch viele arme Leute. Wer bei uns zu Hause über die Lebensqualität stöhnt, dem empfehle ich mal 2 Wochen in einem nicht so angesagten Stadtteil Saigons.

Okay, Zähneputzen mit Mineralwasser und darauf achten, dass der Verschluss noch „versiegelt“ ist.
Okay, auf Salat ganz verzichten, weil ich nicht weiß, mit welchem Wasser er gesäubert wurde.
Wie heißt es so schön: „Brat es, koch es, schäl es oder lass es“
Auf die Idee, auch z.B. bei Orangensaft vorsichtig zu sein, wäre ich erst einmal nicht gekommen, da der Saft aus einer Schalenfrucht gepresst wird. Aber es soll vorkommen, dass der Saft mit Leitungswasser verlängert wird. Also: Saft nur dort, wo ich den Pressvorgang beobachten kann. Vielleicht bin ich etwas zu vorsichtig, gerade wo ich so gerne Salat esse ;-)

Ob das stimmt? Die Boote nach Vang Tau sollen erst seit einigen Monaten wieder fahren, weil vor ca. 2 Jahren innerhalb kurzer Zeit vier Fähren gesunken sein sollen. Diese Info bekomme ich von einem Deutschen beim Frühstück, der seit Jahren Südostasien bereist. Er beruhigte mich, was meine Seekrankheit angeht. Das Wasser sei ruhig und ohne Wellen. Ein Großteil geht am Fluss entlang.
Ich werde mir also in einem der vielen Reisebüros ein Ticket kaufen und mich vom Taxifahrer meines Vertrauens zum Hafen bringen lassen.

Heute habe ich mich von einem blinden Masseur verwöhnen lassen. Einzelheiten dazu: Seite "seeing hands"

Der frühe Abend verlief etwas unerfreulich. Das Kriegsmuseum hat heute geschlossen und als ich dann in der Nähe das Unabhängigkeitsmuseum besichtigen wollte, war es schon zu spät. Dann wollte ich auf Diamond Plaza, um die Notre Dame-Kathedrale aus der ca.48. Etage zu fotografieren. Ich habe allerdings nicht die Stelle gefunden, auf der die super Bilder eigentlich gemacht werden. Also noch 2 oder 3 Fotos am Saigon-Fluss und zurück ins Hotel.
Leider hatte ich nicht vorher gefragt. Die Rechnung des Taxi-Fahrers meines Vertrauens war mehr als üppig. Jetzt ist er nicht mehr der Fahrer meines Vertrauens. Ich hätte auf die Warnungen im Netz hören sollen.

Wetter: vormittags sonnig, nachmittags bewölkt, so gut 30 Grad.

 

Donnerstag, 05.01.2017
Besuch des Kriegsopfermuseums
Beschreibung unter dem Link "Saigon"
Insgesamt zu viel gelaufen.

Freitag, 06.01.2016
Ich habe aus der Taxifahrt vorgestern meine Lehren gezogen: Immer erst den Preis aushandeln. Zuerst war ich in zwei Reisebüros, um eine Bootsfahrt nach Vung Tau zu buchen. Beide sagten mir, dass das Schnellboot im Januar nicht fahren würde.
Von einem deutschen "Vietnamkenner" hatte ich gehört dass das Boot fährt und es Karten am Anleger gibt. Keine Ahnung, was zutrifft. Also frage ich im 2. Reisebüro nach dem Preis für eine Busfahrt (hin und zurück). Die Antwort: 27 Dollar in jede Richtung, also 54 Dollar.
Zu Hause hatte ich gelesen, dass eine Busfahrt 5-6 Dollar kostet und das Schiff 10-12 Dollar.
Ich habe ein gutes Hotel und bei der damaligen Buchung schon darauf geachtet, dass die Angestellten hilfsbereit sind bei Tourenbuchungen.
Also frage ich im Hotel. Dort kann man mir die Busfahrt für 10 € (statt 27 Euro) buchen. Die Angestellte gibt mir noch den Rat, ein Taxi zu buchen. Das kostet ca. 2 Euro.
Falls das Schiff entgegen der Auskünfte in den Reisebüros doch fahren sollte, halte ich mir die Option für die Rückreise offen.


Samstag, 07.01.2017
Das Hotel hatte einen Shuttle-Bus für 10 Euro gebucht, nachdem das Reisebüro 27 € haben wollte.
 Als das Taxi nicht rechtzeitig war, wurde ich kostenlos von einem Rollerfahrer des Hotels zur Haltestelle befördert.
Dankeschön!
Nach 2 Stunden erreichten wir die Küstenstadt Vung Tau am Chinesischen Meer. Vung Tau ist eine Touristenstadt, die hauptsächlich von Vietnamesen besucht wird. So nach und nach entdecken auch die Ausländer den Ort.
Man merkt das u.a. daran, dass weniger englisch gesprochen wird.
Ich hatte die Speisekarte nicht richtig gelesen. In der Meinung, Chicken Wings bestellt zu haben, bekam ich Chicken Feet. Manchmal würde bei mir helfen, genauer zu lesen. Ich wusste bisher gar nicht, dass die Füße auch Nahrung sind. Sie waren super gewürzt, der Fleischanteil pro Fuß natürlich nicht sehr hoch.
Im Hotel bewohne ich ein sehr schönes, sauberes Appartement mit Küchenzeile, separatem Duschraum, Klimaanlage, Wlan usw. Der Preis von 27 € für das gesamte Appartement scheint mir okay zu sein.

 

09.01.2017
Lesetag - tagsüber ein Taschenbuch mit 13 Kurzkrimis
abends bei Dämmerlicht im ebook-reader einen schwedischen Krimi. Beides leichte Kost und genau passend für einen Ausruhtag.
Ich bin noch kurz über den Fischmarkt gegangen, das war aber eher Zufall.

Vung Tau- Küstenstadt .........

......am Südchinesischen Meer

 

 

 


10.01. und 11.01.2017
Nachdem ich einmal vor einer Taxifahrt nicht nach dem Preis gefragt habe: Das passiert mir nicht wieder.
In zwei Reisebüros in HCMC fragte ich nach den Fährverbindungen nach Vung Tau und zurück. In beiden wurde mir geantwortet, dass der Fährbetrieb im Januar eingestellt worden sei. Eine Busfahrt sollte 2*27 Euro kosten.
Das Hotel buchte mir dann für die Hinfahrt einen Kleinbus und für die Rückfahrt buchte ich vor Ort in Vung Tau die Fähre nach HCMC. Diese fährt natürlich mehrmals täglich. Die in den Reisebüros wollten nur die großen Dollars verdienen!
Ich wusste nicht, weshalb die Dame am Schalter gestern meine Handynummer haben wollte. Ich hatte sie nicht herausgegeben, war jede Minute Telefonat bei meinem deutschen Anbieter ca. 2,80 Euro kostet. Jetzt weiß ich warum sie fragte. Die Fähre um 13 Uhr hielt nicht an der Station. Für nur einen Fahrgast machen die das nicht. Der Dame am Schalter tat es offensichtlich leid. Sie habe es versucht, aber keinen Erfolg gehabt. Sie entschuldigte sich mehrfach. Jetzt fährt das nächsten Schiff um 15:30 Uhr. Ich sitze in der Nähe des Anlegers, trinke Limonade, lese einen Krimi und schreibe etwas auf meinem PC. Es gibt schlechtere Beschäftigungen, um etwas Wartezeit zu überbrücken.
Im Saigon-Fluss setzt die Fähre 5 oder 6* auf eine Sandbank auf. Kurz vor Schluss müsssen deshalb 80% der Passagiere in ein Schlauchboot umsteigen. Ich bleibe sitzen, weil mir das Schlauchboot im Hinblick auf meine Fotoausrüstung zu wackelig erschien.
Nach 2,5 Stunden Fahrt erreichten wir bei Einbruch der Dunkelheit den Hafen. Die beleuchteten Restaurantschiffe sind wunderschön anzuschauen.

 

 

Suche neuen Schutzengel – meiner ist mit den Nerven am Ende, nachdem ich jetzt dazu übergegangen bin, statt mit einem Taxi häufiger mit den Motorrollern als Sozius zu fahren. In der Rushhour war das für meinen kleinen Schutzengel eine echte Herausforderung. Er steht kurz vor einem Herzinfarkt.

 

 

Das Meraki-Hotel war am 11.1. überbucht. Ich wurde per Taxi zu einem nahegelegenen Ersatzhotel gebracht. Alles super freundlich, es täte ihnen leid. Für mich war das allerdings kein gleichwertiger Ersatz, weil ich mich auf ein letztes Bier und ein Buch auf der Dachterrasse gefreut hatte. Hier über der lärmenden Straße etwas Ruhe und Einkehr zu genießen, darauf hatte ich mich gefreut. Ich habe bei aller Freundlichkeit der Angestellten meinen Unmut (freundlich lächelnd, das gehört sich hier so)zum Ausdruck gebracht.

 

12.01.2017
Fahrt mit einem Liegebus (kannte ich noch nicht, aber sehr bequem) dauerte 3,5 Stunden (10 €). Der Busbahnhof liegt außerhalb der Stadt, so dass ich dann ein Taxi nehmen musste.

 

13.01.2017
Flussfahrt ab 5 Uhr über den Mekong zu zwei schwimmenden Märkten (siehe hierzu Link "Mekongdelta"
Habe heute wieder das Restaurant meines Vertrauens aufgesucht. Hauptgericht: Reis mir tollem Gemüse und guter Soße (vegetarisch), dazu 2 Cola light und 2 gepresste Säfte mit Jackfruit und Mango für zusammen 6 Euro.....da kannste nicht meckern
.

Jackfruit (Jaques-fruit)
Kannte ich noch nicht, der gepresste Saft schmeckt ausgezeichnet und ein Glas (Smoothie) kostet so 1 €.

14.01.2017
Heute hatte ich kein festes Programm. Einfach rumgehangen, mein zweites Buch zu Ende gelesen.
Bis zum Markt habe ich es dann doch noch geschafft. Hier gibt es an Gemüse, Obst, Tieren was das Herz begehrt. In der einen Schüssel schwimmen die Fische noch munter, am nächsten Tisch werden sie zerlegt und ausgenommen. Dann die Maschine, die dicke Eisblöcke crashed und ein weiterer Tisch, wo die Fische mit Eis gekühlt präsentiert werden. Einige Tische weiter gibt es Trockenfische zu kaufen. Für uns Europäer sieht das nicht immer appetitlich aus.

Meinem Lieblingsrestaurant in Can Tho bin ich bis zum Ende treu gebieben. Hier schmeckt es und ist günstig. Das Gericht auf diesem Teller (Gemüse mit Reis) habe ich am ersten Abend mit Hühnerfleisch gegessen. An den beiden nächsten Tagen habe ich die vegetarische Variante genommen.
Preis: Mit Huhn, Meeresfrüchten, Schwein oder Rind: ca. 2,30 Euro.
Die vegetarische Variante kostet ca. 1,70 Euro.
Ein Smoothie gibt es für ca. 1,20 Euro, Bier, Cola usw. knapp 1 Euro.


Am 15.01.2017 ist eher ein langweiliger Tag angesagt. Schon letzte Ncht hat es ziemlich geschüttet und heute gab es tagsüber immer wieder Schauer. Die Busfahrt nach Saigon (3,5 Stunden), wieder im Liegebus, habe ich heute für 100.000 Dong bekommen, ein super Preis.
Die letzte Motorradfahrt am Abend war Abenteuer pur. Der Fahrer ließ sich mehrnals bestätigen, dass er wirklich gut sei und wollte das immer wieder unter Beweis stellen. Mit einer Hand fahren und mit der anderen telefonieren und das bei dem Verkehr! Wie schnell wir dabei waren, konnte ich nicht feststellen, weil die Tachonadel immer 0 km/h anzeigte. Einmal hatte ein junges Mdchen nicht aufgepasst. Das war knapp und er wurde laut, was es bei allen Unwägbarkeiten des vietnamesischen Fahrzeugverkehrs eigentlich nicht gibt.
Zum Abschluss wollte ich meine letzten Dong loswerden und habe noch einmal richtig in die Sahne gehauen: Ein tolles koreanisches Essen in der 13.Etage des Diamont Plaza, nicht weit vom Wiedervereinigungspalast. Ich war eigentlich dorthin gefahren, um aus einem höheren Stockwerk ein Foto von der Kathedrale Notre Dame zu machen. Das hat leider nicht geklappt.
Jetzt bin ich wieder zu Hause und habe noch 50.000 Dong im Portemonnaie. Das heißt entweder auf der Straße noch ein Bier (dafür reicht es gerade) oder wieder schön auf°s Dach und mit einer Dosr Bier aus dem Hotelkühlschrank die letzte Stunde vorm Zubettgehen ganz in Ruhe genießen. Ich entscheide mich für die 2. Variante. Für die 50.000 Dong gibt es dann morgen auf dem Flughafen eine Tafel Schokolade oder eine Tasse Kaffee.
Gegen 16 Uhr lande ich, wenn alles klappt, in Phnom Penh und dann gibt es hoffentlich interessantere Dinge zu berichten.

Ach so, zum Abschluss der Vietnamtage noch mal einige Zahlen. Ich kam drauf wegen des Verkehrs:
Vietnam hat ca. 90 % der Fläche Deutschlands und etwa 10 Mio. Einwohner mehr. Im Straßenverkehr sterben etwa 4-5 mal so viele Menschen. Die Menschen sterben ca. 10 Jahre früher als in Mitteleuropa (68/73 Jahre) und das Bevölkerungswachstum liegt bei 1,5%.
Die Geographie Vietnams wird auch als „Bambusstange mit zwei Reisschalen“ beschrieben: Im Norden und Süden liegen zwei fruchtbare reisliefernde Flußdeltas als Verbindung ein schmales, eher karges, von Wald und Gebirge geprägtes Gebiet. Insgesamt ist Vietnam zu 34 von Bergen und Hochebenen überzogen.
Durch den Einsatz von Umweltgiften (z.B. Agent Orange) ist die Natur nachhaltig geschädigt. Aber ich konnte zusätzlich feststellen, dass das Umweltbewusstsein nicht mit dem in Deutschland vergeleichbar ist, wobei auch bei uns noch erheblicher Nachholbedarf besteht.
So.......jetzt gibt es mein letztes Tigerbier auf der Dachterrasse.

Nachtrag: Es wurden zwei. Da es draußen noch leicht nieselt, habe ich wohl alles richtig gemacht ;-)

 

16.01.2017
Foto: ein letzter Blick von meiner Lieblingsterrasse beim Frühstück. In etwa der Blickwinkel des Fotos darüber.

In 90 Minuten holt mich das Taxi ab und am Nachmittag erreiche ich Phnom Penh.
Dort werde ich morgen oder übermorgen über eines der "Killing Fields" berichten. Die Roten Khmer wollten einen steinzeitlichen kommunistischen Bauernstaat errichten und meinten, dass dafür eigentlich auch 1 Mio. Einwohner reichen. Sie wüteten von 1975 bis 1979 und töteten dabei bis zu 2 Mio. der 8 Mio. Einwohner. Die letzten kämpfenden Einheiten wurden erst vor 20 Jahren vertrieben. Nach Afghanistan ist Kambodscha immer noch das am meisten verminte Land der Welt.
Wer also einiges über dieses Land erfahren möchte: Übermorgen den Link "Phnom Penh" aufrufen!

Der Flug klappte ganz gut. Ich hatte mich vorher nicht informiert und somit nicht erfahren, dass der Abflug um 30 Minuten vorverlegt wurde. Da wurde es zwar zeitlich knapp, aber alles gut und ich bin um die Erfahrung reicher, dass es Sinn macht, vorher doch noch mal im Netz nachzuschauen. Abends bin ich noch zum Tonle Sap gegangen, ein Fluß, der hier in den Mekong fließt. Ich habe in Ufernähe das erstbeste Restaurant genommen, weil ich hungrig war. Morgen schaue ich mich mal um, wo es ruhiger ist und es günstigere Speisen gibt.
Auffallend zu Saigon ist, dass hier alles beschaulicher ist. Der Straßenverkehr ist nicht ganz so heftig. Hier fahren hunderte Tuk Tuks, die auf Touris warten. So etwas wäre in Saigon bei dem dortigen Verkehr nicht möglich.
Während Saigon eine sich wirtschaftlich rasch entwickelnde Stadt ist (die wohl aufstrebenste in Indochina), sieht man hier kaum Hochhäuser, gescheige denn Wolkenkratzer. Es wird mehr renoviert als neu gebaut. Auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel konnte man sehen, wie ärmlich doch manche Häuser sind.

 

 

Royal Hospital (17.01.)

Nach einem Besuch des Royal Hospitals (bestes Krankenhaus der Hauptstadt) am Abend muss ich meine Planungen etwas verschieben und bin gerade dabei umzubuchen. Eigentlich wollte ich am 20. weiterreisen nach Siem Reap. Dies habe ich auf den 21. verschieben müssen. Dafür bleibe ich dort bis zum 27.01. (statt 24.01.) und lasse die geplanten drei Tage in Battambang ausfallen.
Den Besuch der Killing Fields kann deshalb morgen nicht stattfinden und wird verschoben.

 

 

Genozid-Museum (17.01)

Am frühen Morgen habe ich mit einer Motorradrikscha das Genozid-Museum, eine Gefängnisanlage der Khmer Rouge aufgesucht. Anschließend bin ich ins Hotel zurückgekehrt (siehe linke Spalte).
Zu diesem Museum habe ich einen gesonderte Seite geschrieben und verzichte deshalb an dieser Stelle auf Einzelheiten.

 

 

18.01.2016
Die Medikammente scheinen zu wirken, denn die Schmerzen lassen langsam nach. Ich gehe deshalb mal davon aus, dass es Samstag mit einem Tag Verspätung weitergehen kann. Die Umbuchungen konnte ich kostenneutral vornehmen.
Die nächsten 2 Tage wird es wenig aus Phnom Penh zu berichten geben, da ich mich nur im Hotel oder der Nähe aufhalte. Ich arbeite deshalb Bilder der letzten Tage auf und lese viel.

Also einige Tage zurück: In Saigon gibt es ein "Ernst Thälmann Haus" (Foto oben). Wer Ernst Thälmaann war, ist mir bis gestern nur in gamz kleinen Fragmenten bekannt gewesen - führender Kopf der KPD mit stalinistischer Prägung  in den Neunzehnhundertzwanziger Jahren bis zu seiner Inhaftierung, Einzelhaft ab 1933, Ermordung 1944 auf besonderen Befehl Hitlers. Das war's.
Wenn ich früher neugierig war, halfen eigentlich nur Bücher und aus Bequemlichkeit habe ich oft den Gang zur Bücherei gescheut. Heute wird etwas gegoogelt, mal bei Wiki geschaut und aus einen "Achtelwissen" wird ein "Viertelwissen". So ist mir erst jetzt wieder erinnerlich, dass Thälmann seinen Weg über SPD und USPD zur KPD fand und später die SPD als Hauptfeind betrachtete. Als Deutschland und die SU 1939 ihre Beziehungen verbessert hatten (Hitler-Stalin-Pakt), setzte  sich Stalin (für die jüngeren Leser: noch n' Massenmörder) offenbar nicht für Thälmanns Freilassung ein. Nach der Befreiung seiner Familie durch die Rote Armee erfuhren die Angehörigen sogar, dass Thälmanns Rivale Walter Ulbricht (für die jüngeren Leser: "Es hat niemand die Absicht eine Mauer zu bauen") alle ihre Bitten ignoriert und nicht für die Befreiung von Thälmann Position bezogen hatte.

 



Fotos spare ich mir mal, weil es in meinen Augen unanständig ist und die Privatssphäre verletzt. Da würde ich nichts anders sein, als die Spanner bei uns, die sich an Unfällen aufgeilen und dort auch noch anhalten, fotografieren oder filmen.
Kambodscha gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Bei der Armut weiter Teile der Bevölkerung ist es fast natürlich, dass in erheblichem Ausmaß gebettelt wird. Diese fürchterlichen Amputationen durch Kriegsverletzungen und explodierende Minen nach Ende der kriegerischen Zeiten. Bei manchen Verstümmelungen versteht man kaum, dass diese Menschen überhaupt überlebt haben. Dann das Betteln ärmlich aussehender Mütter mit ihren, teils kranken Babys auf dem Arm. Sie schauen einen alle so traurig an und bleiben lange am Tisch stehen, damit ich doch noch das Portemonnaie zücke. Man kann doch nicht jedem helfen und wo anfangen? Ich mache es jetzt so, dass ich bei keinem einzigen der bettelnden Personen etwas gebe, so leid es mir auch tut. Aber ich gehe in Massagebetriebe, in denen es blinde Masseure gibt, die dann für ihr eigenes Auskommen sorgen. Ich handel zwar auch bei den Fahrern der Remarques, aber nicht um den letzten Dollar. Wenn sie absolut unverschämt sind, handele ich erst gar nicht und gehe weiter. Wenn aber jemand 3 Dollar für eine 2 Dollar-Fahrt verlangt, ist das okay. So lasse ich einige Devisen im Land. Mir ist aber schon bewusst, dass ich damit nicht denen helfe, die es am nötigsten hätten.
Eines ist bei den ganzen Betteleien zwar aus der Not geboren, wird aber von den Eltern völlig falsch gesehen. Es werden Kinder zum Betteln auf die Straße geschickt, die eigentlich in die Schule gehören. Ich denke dabei an die Worte des bekannten Herforder Lehrers Walter Rausch, mit dem ich zweimal in Tansania war und der dort über die Tansania AG des Herforder Friedrichsgymnasiums Kindern und Jugendlichen einen Schulbesuch oder einen Ausbildungsplatz ermöglicht (aktuell 100 Kinder). Walter sagte: "Die jungen Menschen ohne Schulausbildung haben überhaupt keine Chance, später einmal eine Arbeitsstelle zu bekommen. Die jungen Menschen mit Schulausbildung haben auch überhaupt keine Chance, aber einigen wenigen gelingt es doch."
In Kambodscha ist die Alphabetisierungsquote gering. Das resultiert aber zum Teil noch aus den Zeiten der Roten Khmer, die die gesamte Bildungsschicht ermordet haben. Ich meine, ich hätte im Genozid-Museum gelesen, dass nur 50 Lehrer insgesamt die vier Jahre überlebt haben. 
 

Natürlich ist die Größe wichtig.
Lass dir nichts anderes erzählen.............

Wer mag schon eine kleine Tasse Kaffee ?


Der erste Kaffee in Südostasien, der mir wirklich schmeckte!


19.01.2017
Da mich einige gefragt haben:
Die Medikamente wirken nicht.
Ich zerbreche mir schon den ganzen Morgen den Kopf, was diesen heftigen Gichtanfall ausgelöst hat. Am Essen kann es eigentlich wirklich nicht liegen, da ich wegen der Hitze wenig Nahrung zu mir nehme und die wenige Nahrung, die ich esse, meistens vegetarisch ist (Reis mit leckerem Gemüse)....hin und wieder allerdings eine Suppe mit Meeresfrüchten, die ich mir schenken sollte. Da ich kaum esse und es hier sehr warm ist, lasse ich auch den Alkohol aus dem Kopf (im Durchschnitt weniger als 1 Dose Bier/Tag). Woran liegt es also?
Ich gehe meinen Tagesablauf durch und googel:
1. neben purinhaltiger Nahrung kann auch eine strenge Diät einen Gichtanfall auslösen. Da ich in den ersten knapp drei Wochen sicherlich fünf Kilo abgenommen habe, könnte das ein Anhaltspunkt sein.
2. Bei einem Medikament, welches ich tgl. einnehme, stehen mögliche Gichtanfälle bei den Nebenwirkungen. Jetzt weiß ich auch, warum die Ärztin im Royal Phnom Penh Hostital sagte, falls es nicht besser wird, solle ich am Freitag wiederkommen und meine Medikamente mitbringen. Das werde ich morgen tun.

Es kann eines dieser beiden Dinge sein oder eine Kombination aus beiden.  
Behandelt müsste die Geschichte in einer, max. 2 Wochen ausgestanden sein. Da ich erst morgen in 5 Wochen die Heimreise antrete, werde ich den Urlaub nicht abbrechen. Zu Hause würde ich auf der Couch rumsitzen und lesen. Hier sitze ich im Hotel oder einem Restaurant mit Klimaanlage und mache das gleiche. Es ist halt nur schade, dass ich meine beabsichtigten Besuche nicht durchführen kann und mehr oder weniger ortsgebunden bin.

 

20.01.2017
Eigentlich wird im Netz davon abgeraten. Eine Bootsfahrt nach Siem Reap ist völlig überteuert und soll manchmal recht abenteuerlich sein. Das Schnellboot ist wohl nicht immer auf dem technisch besten Stand und es soll schon mal vorkommen, dass mitten auf dem Tonle Sap Lake, dem größten Süßwassersee Südostasiens, der Motor streikt.
Ich habe mich trotz aller skeptischen Berichte für diese Bootsfahrt entschieden. Ein Motorrad brachte mich zum Anleger, da ich noch nicht wieder wirklich gut auf den Beinen bin. Auf der Terrasse eine Restaurants am Pier entstand dieses Foto.
Der Preis für die Überfahrt ist tatsächlich völlig überhöht (35 $). Zusätzlich zahle ich noch einmal 5 $ für das Taxi vom Anleger in Siem Reap zum Hotel. Da ich die letzten 4 Tage nichts unternehmen konnte, belohne ich mich mit dieser Bootsfahrt. Morgen früh um 7:30 Uhr fährt es los und ich werde anschließend von der Überfahrt berichten.
Ich schmunzel, wenn ich Kritiken im Netz über das Restaurant lese, auf dem dieses Foto entstanden ist. Einige der Kritiker beschreiben, wie schön man doch auf den Mekong schaut. Tatsächlich handelt es sich um den Fluss Tonle Sap, der erst knapp 1 Kilometer weiter in den wesentlich größeren Mekong fließt. Der Mekong gehört zu den 10 größten Flüssen der Welt. Niemand kann so richtig sagen, wo genau in Tibet in über 5.000 Meter Höhe er entspringt. Er ist je nach Lesart und Quelle zwischen 4.300 und 4.900 Kilometer lang und die Lebensader Südostasiens. Durch geplante Staudämme in China und Laos werden erhebliche negative Auswirkungen auf Landwirtschaft und Umwelt befürchtet.
Mit 1200 Fischarten und sowie zahllosen Vogel- und Repitilienarten, gehört der Fluss zu den 5 artenreichsten Flüssen der Welt.

 

Hotel

21.01.2017
Das ist ja eigentlich Verschwendung. Ich habe im "Xing Ankor Hotel" ein Zimmer mit zwei Doppelbetten (20 € mit Frühstück). Wie in allen anderen Hotels auch, bezahle ich den identischen Preis, egal ob das Zimmer alleine oder zu zweit genutzt wird.  Zu zweit wäre dieser Urlaub knapp 600 €/P günstiger.
Gestern hatte ich in der Bootsagentur die Karte für die heutige Bootsfahrt (siehe Bericht auf Seite "Siem Reap") gekauft und gleichzeitig die Tuk-Tuk Fahrt vom Anleger zum Hotel. Aber es war kein Fahrer da, der mich wie zugesagt abholte.
Ich bat an der Rezeption, die Agentur tel. darüber zu informieren und danach wurde mir zugesagt, dass ich morgen die 5 Euro zurückerhalte.
Gleich gehe ich auf den Nachtmarkt, der ganz in der Nähe sein soll. So langsam passen auch meine Schuhe wieder, so dass ich mir den Weg zutrauen kann. Morgen gönne ich meinem Fuß noch einen Tag Ruhe am Pool (ich habe auf der Reise 2 Hotels gebucht, die auch einen Pool haben), bevor ich übermorgen Ankor Wat aufsuche. Dazu gibt es dann auch eine gesonderte Seite.

 

 

Nachtmarkt

Auf dem Nachtmarkt ist einiges los. Dieser Markt lohnt erst ab 21 Uhr, habe ich gehört. Also vorher 'nen Happen gegessen und dann auf den Markt und die in der Nähe liegende "Pub Street". In der Pubstreet boxt der Papst. Es ist extrem laut. Teilweise kommt die Musik aus großen Boxen, teilweise wird live gesungen. Was in Zügen Überfüllung genannt wird, heißt hier wohl Atmosphäre.
Der Nachtmarkt gefällt wir etwas besser. Ich interessiere mich für einige Kleidungsstücke, sehe, dass ich hier an den nächsten Abenden gut und günstig Essen kann und gönne mir noch einen Smoothie mit Jackfruit für 'nen Dollar. Ein Motorrad bringt mich zurück. Es ist jetzt kurz nach elf und ich habe gesehen, dass der Gemeinschaftsbalkon leer ist........also noch ein letztes Bier auf dem Balkon und dann in die Kiste.
 

 

Krokodilfarm

Foto (22.1.): Ich esse viel vegetarisch, obwohl dem Koch einige Stücke Huhn in die Suppe gerutscht sind. Krokodil werde ich auf keinen Fall probieren und Froschschenkel auch nicht In Vietnam gab es in jeder Speisekarte eine große Spalte mit Froschgerichten; hier in Kambodscha ist mir das bisher nicht aufgefallen.

Zu den empfohlenen Aktivitäten gehört auch eine Krokodilfarm, auf der eine Massentierhaltung gezeigt wird. Es sollen für die Tiere unzumutbare Zustände herrschen. Neben 600 ausgewachsenen Reptilien gibt es ca. 100 Jungkrokodile (ca. 10 cm., kann man auf die Hand nehmen). Das Fleisch der Tiere wird zum Verzehr verkauft und die Haut zur Fertigung u.a. von Taschen usw.
Diese Farm werde ich nicht besuchen. Mit dem Eintrittgeld würde ich diese Art von Zoo unterstützen und das möchte ich nicht.

Vielleicht noch ewas zu der Fahrt zum Hotel. Mein Tuk-Tuk Fahrer hatte mich nicht abgeholt und ein Thailänder suchte auch ein Gefährt. Er wollte sich heute noch die Tempelanlage Ankor Wat anschauen und nach 6 Stunden ging es für ihn zurück nach Phnom Penh. Das sind ja fast japanische Verhältnisse: in 24 Stunden Rothenburg an der Tauber, Berlin, Paris und London. Wir haben uns auf den 12 Kilometern sehr nett unterhalten.

 

 

Klima

Heute hatte ich die Bootsfahrt unterschätzt. Durch den Fahrtwind spürte man die Wärme nicht so. Mir war zwar klar, dass mein lichtes Haupthaar meine Schädeldecke gefährden konnte, aber meine Mütze hätte bei dem Fahrtwind nicht gehalten. Meinen Buff habe ich nit anderem Gepäck in Phnom Penh gelassen.
Ergebnis: Der Schädel ist knallerot.

Zu den Temperaturen: Selbst ich als leicht frierender Angoraunterwäscheträger friere hier nicht tagsüber und auch nicht in der Nacht. Sowohl in Südvietnam, als auch in Kambodscha lagen die Tagestemperaturen in der Regel knapp über 30 Grad. Nachts ist es so 22-24 Grad warm, selten weniger. Dadurch dass die Luftfeuchtigkeit an den meisten Tagen niedrig ist, ist die Wärme besser zu ertragen, als oft im Sommer bei uns zu Hause.
Es ist häufig bewölkt. Ich schätze den Sonnenanteil auf 40%. Regen ist bisher sehr wenig gefallen.
Es ist schon gut, dass alle meine Hotelzimmer Klimaanlage haben.

Bootstour nach Siem Reap

Die Bootstour (5,5 Stunden) hat mir so gut gefallen, dass ich am 22.01.gleich die Rückfahrt am 27.01. gebucht habe.
Einzelheiten zu der Fahrt habe ich auf der Seite "Siem Reap" beschrieben
 

22.01.2017
Ruhetag mit skandinavischem Krimi
Gut gegessen (siehe Seite "Gerichte")
Für Morgen ein Tuk-Tuk bestellt. Es geht zu den Tempelanlagen.

Kaum mit gerechnet: 5 Dollar waren im Hotel für mich abgegeben worden. Der Tuk-Tuk- Fahrer hatte mich gestern am Anleger nicht abgeholt und das Hotel hatte die Agentur informiert.
 

23.01.2017

Marmor, den wir behauen, zerbricht. Metall, das wir verzieren, löst sich auf. Tempel, die wir bauen, zerfallen. Wenn wir aber dem Geist des Menschen die Grundsätze des Guten einprägen, dann schreiben wir auf eine Tafel, die nicht gelöscht wird vom Wandel der Zeiten.

Gerade heute muss ich an das obige Zitat denken. Die Tempelanlagern von Angkor sind die größten Tempelanlagen der Welt. An einige Stellen werden mit ausländischer Hilfe Restaurationen vorgenommen - aber die Natur hat weite Teile der Tempelanlagen zurückerobert.
Nur 20 Kilometer entfernt besuche ich das Landminenmuseum. Aki Ra ist der Gründer dieses beeindruckenden Museums. Mit 5 Jahren wurde er von den Roten Khmer entführt. Mit 10 Jahren erhielt er seine erste Waffe um zu kämpfen. Mit 11 Jahren musste er Landminen verlegen. Noch als Kind wurde er von den Vietnamesen gefangen genommen und kämpfte fortan gegen die Roten Khmer. Nach den Kriegshandlungen hat er sich zur Aufgabe gemacht, Minen zu entschärfen und Minenopfern zu helfen. Er hat in der von ihm gegründeten NGO viele Helfer. Verstümmelte Kinder werden dort aufgenommen. Ein Mann, eine Frau benötigen einen ganzen Tag, um 50-100 m² Fläche minenfrei zu machen. Während noch in den 80iger Jahren tausende Kambodschaner jährlich von den Anti-Personenminen verletzt oder verstümmelt wurden, sinkt die Zahl der Getöteten auf eine untere dreistellige.
Die Herstellung einer Anti-Personenmine kostet 1 $, die Vernichtung über 1000 $. Der Eintrittspreis hilft den mutigen Menschen, die die Minen vernichten und den verstümmelten Opfern.
Eine kleine Episode fand ich bemerkenswert: Als Aki Ra für die Vienamesen kämpfen musste, schoss aus 50 Meter Entfernung sein Onkel (Roter Khmer) auf ihn, ohne ihn zu erkennen. Aki Ra feuerte absichtlich daneben. Nur wenige Jahre später erzählte er die Geschichte. Beide lachten. Jetzt hilft der Onkel mit im Museum.

 

.........Wenn wir aber dem Geist des Menschen die Grundsätze des Guten einprägen, dann schreiben wir auf eine Tafel, die nicht gelöscht wird vom Wandel der Zeiten.......

Die politischen Entwicklungen in den USA, bei uns mit der neuen Nazipartei (wie auch in den NL, Frankreich, Italien usw) lassen mich allerdings befürchten, dass uns eine schlechtere Zeit bevorsteht. Mir wird angst und bange.

 

 

 

Foto aus dem Landminenmuseum.

Sowohl für "Angkor" und "Angkor Wat", sowie für das Landminenmuseum werde ich in Kürze separate Seiten anlegen.

24.01. und 25.01.2017
Ruhetage am Pool, lesen und abends einen kleinen Spaziergang zum Nachtmarkt und Pub Street.

Eins habe ich übers Fischen gelernt:
Für den Köder gehts immer schlecht aus


aus "Das Vermächtnis der Tempelritter"

 

26.01. bis 29.01.17
Über Phnom Penh (siehe auch Seite "Killing Fields") bin ich weiter nach Kampot gefahren.
Bereits einen Tag vor der Anreise teilte mir das vorgebuchte Hotel mit, dass sie die Preise um knapp 50% erhöht hätten. Ich hatte zwar eine Buchungsbestätigung von Booking.com mit dem vertraglichen Preis, aber das nutzte mir nichts. Ich habe das Hotel dann nicht genommen.
Zum Foto: Tausende Kilometer von Bayern entfernt finde ich die beiden Speisekarten mit den Gerichten "Weißwürste mit süßem Senf" und "Schweinebraten mit Rotkohl". Ein ganz unscheinbares, kleines  Restaurant in einer Seitenstraße bietet diese Gerichte an. Was ma der Hintergrund sein? Das Geheimnis kann ich am Sonntag nicht mehr lüften, da Ruhetag, aber morgen!
Heute einen kleinen Unfall gesehen. Drei Leute auf einem Moped (hin und wieder schaffen das auch vier) fahren direkt vor mir in eine Kurve und rutschen aus. Die drei jungen Leute purzeln über die Straße, nur wenige Schritte vor mir. Zum Glück ist nicht viel passiert. Da sie in kurzen Hosen und mit T-Shirt unterwegs waren, sind einige Prellungen und Hautabschürfungen das Resultat. Einer hatte Probleme mit seinem Handgelenk. Zum Glück ist kein Auto in die Quere gekommen.

Nachdem ich am 30.01. das "Geheimnis" um die bayrischen Gerichte auf der Speisekarte gelüftet hatte (siehe Seite "Kampot") und auf den letzten Drücker einen Sonnenuntergang fotografueren konnte (gleiche Seite), war Packen angesagt.
31.01.: Überstimmt! Für 5 Euro hatte ich die Fahrt nach Sihanoukville gebucht. Es ging etwas verspätet los und da wir von den 3 Polizeikontrollen nur zwei problemlos passierten, kam der Bus mit 90 Minuten Verspätung an. Tja, und dann wollten alle verbliebenen Passagiere auf eine Insel und überredeten den Busfahrer, zum Anlieger zu fahren. Ich wurde deshalb am Stadtrand ausgeladen und das Tuk-Tuk über 5 Kilometer war genauso teuer wie die gesamte Busfahrt, die weit über 100 Kilometer lang war.
Jetzt bleibe ich erst einmal 8 Übernachtungen in Sihanoukville. Das Hotel hält leider auch nicht das, was es verspricht. Nach einer von beiden Seiten recht unfreundlichen Unterhaltung haben wir, zumindest was das Zimmer angeht, einen Mittelweg gefunden. An der bescheidenen Lage ändert das allerdings nicht. Die 6 Gehminuten zum Strand sind mindestens das dreifache (nur die Luftlinie ist kurz) und dann stehen dort nur moderne Hotel/Restaurantanlagen. Das bedeutet, dass ich ohne Verzehr gar nicht erst an einen Strand komme. Dafür muss ich ein Tuk-Tuk oder ein Motorrad nehmen.
 

Foto: Band, bestehend aus Minenopfern.......aufgenommen vor Tagen in Angkor

Nachdem zwei Beschwerdemails zur Unterkunft in Kampot (die ich dann nicht genommen habe) nach zwei Tagen nicht beantwortet waren, hatte ich auf der Facebookseite von booking.com meine Beschwerde noch einmal dargelegt. Zwei Minuten später hatte ich die eine Rüchmeldung im Posteingang. Ich habe anschließend meine Mehrkosten aufgelistet und den Beleg des Hotels, bei dem ich untergekommen war, übermittelt.
Heute gab es zumindest ein Zwischenergebnis:

Sehr geehrte/r Herr/Frau Erhard Krull,
Wir danken Ihnen für das Verständnis welches Sie, während unserer Bearbeitung Ihres Anliegens, bereits gezeigt haben.
Unsere Customer Relations Spezialisten arbeiten an dieser Angelegenheit und wir hoffen Ihnen die Ergebnisse der Ermittlung bald mitteilen zu können. Sollte man Ihnen bereits eine Lösung angeboten haben, so werden wir Sie sobald wie möglich kontaktieren.
Bei weiteren Fragen, kontaktieren Sie uns bitte unter: customer.relations@booking.com.
Wir bedanken uns für Ihre kontinuierliche Geduld.
 
Mit freundlichen Grüßen,
Booking.com Kundenservice
 
 
 

 

01.02.2016
Mit dem Hotel bin ich immer unzufriedener. Der Service ist schlecht (Katastrophe). Das Zimmer muffig. Es fehlen zugesagte Ausstattungen.....einfach schade. Die Terrasse ist das einzige, was ich als positiv ansehen kann. Sie liegt im Schatten und bei der Wärme, gerade in der Mittagszeit, lässt es sich dort gut aushalten.
Nachdem ich heute das Frühstücksrestaurant meines Vertrauens aufgetan habe, weiß ich zumindest, wo ich die nächsten 7 Tage kurz vor Mittag meine erste Mahlzeit einnehmen werden. Der Kaffe ist genauso, wie ich ihn mag! Das Restaurant wird von einem gebürtigen Engländer betrieben und das habe ich zum Anlass genommen, mal etwas über Expats zu schreiben. Wen es interessiert, der kann etwas dazu auf der Seite "Sihanoukville" finden.

Sihanoukville 02.02.2017..........heute scheint nicht mein Tag zu sein. Bis auf eine kleine Schnittwunde, ein dadurch verschmutztes T-Shirt, ist glücklicherweise nichts weiter passiert. Glücklicherweise hatte ich recht schnell den Hahn gefunden, um das gesamte Wasser abzudrehen, so dass nur einige Liter auf den Boden gespritzt sind. Scheint öfter vorzukommen, denn bereits 10 Minuten nach meiner Meldung kam ein Klempner und baut gerade ein neues Waschbecken an. Bevor dieses aber gründlich gesäubert wird, stelle ich mich da nicht vor.
Aktueller Stand nach 3 Stunden: Das mit dem Einbau hat nicht funktioniert.

Duplizität der Ereignisse. Neben meinem Waschbecken (Foto oben) steht "Made in Thailand". Jetzt bereite ich mich gerade auf die Tage in Thailand vor und lese, dass sich dort am gleichen Tag ein neunjähriges Mädchen heftig verletzt hat, als die Schüssel (Foto links) auf ihren Bauch fiel. Sie musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Das Halterungen auf "meinem" Foto in Kambodscha sind identisch mit denen in Thailand.
Da sollten sich die Installateure mal eine andere Lösung einfallen lassen.

03.02.2017
Das ist aber nett vom Hotelpersonal. Damit ich nachts nicht so ganz alleine einschlafe, schicken die mir 5 oder 6 dieser niedlichen Tiere durch die Lüftungsschlitze, sozusagen zur Unterhaltung.
Wenn der Zimmerservice auch nur annähernd dieses Niveau hätte, wäre ich ja zufrieden.
 

Das Foto ist drei oder 4 Tage alt. Es zeigt den nächstgelegenen Strand (15 Minuten zu Fuß). Mal schauen ob ich heute oder morgen noch mal zum Independance Beach fahre. Der Strand gefällt mir besser. Insgesamt ist zu sagen, dass weite Teile der schönen Strände von Resorts und Hotelbunkern belegt sind und nur die Gäste dieser Anlagen können auch den entsprechenden Strandabschnitt nutzen.

Ich habe heute mal eine neue Seite aufgemacht (Impfungen, Medikamente)

Ich sitze am Independance Beach und warte auf den Sonnenuntergang. Für die exponierte Lage sind die Preise noch okay.  Schade ist es, dass nur noch ein kleiner Teil des Strandes frei zugänglich ist. Weite Teile sind den Gästen vorbehalten, die in den Hotelanlagen ein Zimmer haben. Superschade!

Bilder des heutigen (05.02.) Sonnenuntergangs habe ich auf der Seite Sihanounville veröffentlicht.

Foto oben: Das Schild steht vor einem mexikanischen Restaurant.
Diese Art von Humor mag ich sehr!

06.02.17
Nachdem ich erfahren habe, dass ich im heruntergekommensten Stadtteil von Sihanoukville wohne (Victory Hill), habe ich ich heute mal mit dem Motorrad zu einem der angesagten Strände bringen lassen.
Also: Irgendwie haben beide Gegenden etwas, was ich mag und was ich weniger mag. Die Bedienungen am Strand: sehr träge, nicht unbedingt freundlich, gelangweilt....
Das sieht in einigen Restaurants am Victory Hill anders aus. Die Menschen haben Gelder der Touristen und vielleicht auch der Expats dringend nötig. Sie bemühen sich um den Kunden. Morgens habe ich eine feste Anlaufstation zum Frühstück. Jeff betreibt den Laden "Amsterdam" und wirbt damit, das beste Frühstück zu haben. Natürlich wollte ich das nicht glauben, oder zumindest probieren. So bin ich bis auf einen Vormittag - da war Stromausfall in der Straße - immer dort gewesen. Abends habe ich zwei Restaurants, bei denen ich mich abwechsele. Der touristische Disco- und Nachtrummel in Sihanoukville interessiert mich weniger, aber genau dass ist der Grund, warum so viele Backpacker und Touristen die angesagtesten Stadtteile und Strände aufsuchen.

 

07.02.2017

Heute hatte ich zum ersten mal vergessen, welcher Wochentag wohl ist. Meine grobe Schätzung lag um einen Tag daneben. Das scheint mir aber eher ein gutes Zeichen und nicht auf meine altersbedingte Vergeßlichkeit zurückzuführen sein.zu sein.
Mit meinem englischen Frühstücksrestaurant lag ich auch voll daneben. Ich habe den Betreiber Jeff, bei dem ich immer frühstücke, wenn nicht gerade Stromausfall ist, für einen Briten gehalten. Das heutige Schild (er hatte wegen Stromausfall mal wieder zu) weist aber eher auf eine andere Nationalität hin (BROKEN ENGLISH SPOKE PERFECTLY). Da das Restaurant Amsterdam heißt, habe ich da eine andere Idee. Da ich morgen früh weiterfahre, kann ich das nicht mehr klären.
 
Den letzten Nachmittag am Independance Beach war dann wieder sehr gemütlich. Siehe folgende Fotos
 

 

 

Heute, am 08.02.17, habe ich das Provinznest Koh Kong an der thailändischen Grenze nach einer 5 stündigen Busfahrt erreicht.
Über die bewegte Geschichte dieses Ortes berichte ich auf der Seite "Koh Kong".

Das Provinznest Koh Kong bietet wirklich nichts, außer einigen ruhigen Tagen. Heute mache ich mir die ersten Gedanken, wie es morgen weiter geht. Die erste Etappe ist sicher. Mit einem Tuk-Tuk (heißt übrigens wegen des Geräusches des 2-Takt-Motors so) geht es bis zur Grenze. Hier muss ich nur noch etwas handeln. Vom Hotel soll es 7 $ kosten. Das müsste eigentlich preiswerter gehen. Von thailändischer Seite geht es dann nach Trat, weil ich mal vermute, dass kein Bus, Van usw. bis Chanthaburi fährt. Von Trat also nach Chanthaburi und von dort noch einige Kilometer, bis ich den Strandort und mein Hotel erreiche.

 

Tötet nicht die Bäume, macht nicht das Wasser unserer Flüsse trübe.
Reißt nicht das Eingeweide unserer Erde auf.

(Keokuk, Häuptling der Sauk)

Natürlich könnte ich nur die "schönen" Bilder Südostasiens zeigen, mit Sonnenuntergängen, bei denen die Sonne auf Seilen balanciert, sich auf Pfosten ausruht oder von zwei Ästen in die Zange genommen wird. Ich könnte nur schöne Strände zeigen. All dieses wird den 5*-Touris geboten und nur dieses....
Aber Südostasien ist auch etwas anderes. Armut und Schmutz an jeder Ecke, völlig vermüllte Ufer und Strände, Kanalrohre, die die Abwässer der Menschen direkt in die Flüsse oder den Golf leiten - nahe an den Stränden tagsüber abgedeckt und für die Touristen nicht sichtbar.
Gerade aktuell schreibt eine thailändische Zeitung, dass im Golf von Siam 2 Riesenteppiche mit Plastikmüll aufgetaucht sind, die das gesamte Ökosystem im Golf von Thailand gefährden.
Aus Vietnam hatte ich ja bereits über das große Fischsterben gesprochen. Auslöser waren die "Abfälle" eines riesigen Stahlwerkes.

Kein Frosch trinkt den Teich aus, in dem er lebt.
(Indianische Weisheit)

 


Heute (10.02.) lasse ich mal meine komplette Wäsche durchwaschen. Meistens bevorzuge ich eine Handwäsche am Spülbecken, aber hin und wieder muss es dann doch eine Komplettreinigung sein. Preis: 1 $ pro Kilo. Da kann man nicht meckern. Für 2 $ sind ungefähr 10 Teile sauber.

Den heutigen Tag (11.02.) mit meinen Bemühungen, in Thailand ein Bier zu bekommen, habe ich auf der Seite "Chanthaburi" geschildert. Die nächsten 4 Tage bin ich ca. 40 Kilometer südlich in einem kleinen Ort am Golf von Siam. Die Unterkunft liegt keine 400 Meter vom Strand entfernt.

Foto: Der Betreiber der Anlage will mich heute Abend (12.12.) zu einem Platz bringen, wo man besonders gut Sonnenuntergänge fotografieren kann. Nicht das ich davon schon genug Bilder hätte, aber ich lasse mich überraschen.
PS: Hat heute nicht geklappt, weil direkt vor meinem Fenster eine lärmende Discoveranstaltung stattfindet. Eben sagen alle "Happy Birthday". Jetzt weiß ich wenigstens, warum ich erst spät in den Schlaf kommen werde.
(Bild "Sonnenuntergang" deshalb morgen)
PS: hat nicht geklappt. Da bin ich allein an den Strand.


 

Foto: Vietnam, Jan. 2017

Wenn man aus Vietnam und Kambodscha nach Thailand kommt, so sieht man schon Unterschiede. So empfinde ich es zumindest. Auch Thailand ist nicht reich, aber die kriegsgebeutelten Länder Indochinas (Laos besuche ich später mal) sind sicherlich ärmer. Kambodscha gehört zu den 25 ärmsten Länder der Erde. Ich merke es an der Infrastruktur, dem Zustand der Häuser, den Hotels (wobei in Vietnam und Kambodscha viele hochwertige Hotelanlagen gebaut werden). In Thailand ist das Leben auch ein klein wenig teurer, aber für die Verhältnisse der Mitteleuropäer immer noch sehr günstig. Über eines brauchen sich über 95% aller Bewohner Südostasiens sicherlich keine Gedanken machen: über Diäten.
Damit sind viele unserer Zivilisationskrankheiten (Herz-Kreislauf, Gicht, Karies, Diabetes, Adipositas, Darmkrebs, Bulimie, einige Allergien, Kurzsichtigkeit bei Kindern) dort weitgehend unbekannt oder von geringerer Bedeutung.
Lifestyle disease werden die Krankheiten bezeichnet, die in Wohlstandsgesellschaften wesentlich häufiger anzutreffen sind, als in den armen Regionen der Erde.
Bei uns ist es nur so, dass die medizinischen Möglichkeiten für den Einzelnen wesentlich besser sind.
Lebenserwartung (Stand 2013 bei Geburt und gleich bleibenden Lebensumständen):
Deutschland: 80,3 Jahre (Platz 28)
Vietnam: 72,6 Jahre (Platz 130)
Kambodscha: 63,4 Jahre (Platz 179)
Thailand: 74,0 Jahre (Platz 115)

(Von den letzten 35 Staaten auf dieser Liste kommen alle außer Afghanistan aus Afrika – Lebenserwartung knapp 50 bis 62 Jahre). Die Liste umfasst 223 Staaten.

 

Große Terrine
Gemüsesuppe mit Garnelen
Bei uns wären das von der Menge her 8 Garnelensüppchen gewesen.
Da bei so einer Menge das Essen selbst bei einem Schnellesser wie ich es bin, eine gewisse Zeit dauert, wird von unter mit einer Brennpaste das Gericht heiß gehalten.

 


„Ein Haar in der Suppe mißfällt uns sehr, selbst wenn es vom Haupt der Geliebten wär.“
(Wilhelm Busch)
 

 

13.02.2017

Verkehrte Welt
So langsam gehen die ersten Drogerieartikel zur Neige, die ich aus Deutschland mitgebracht habe, Also ab in der Supermarkt. Bei den Rasierartikeln gibt es Cremes, aber durchgängig in thailändischer Schrift. Dann kommt eine Kollektion von Nivea. Das einzige was ich lesen kann: Whitening und Brightening. Das verstehe ich nicht. Zahnpasta u.ä steht doch 5 Meter weiter.
Bis ich ein Bild sehe: Es geht um die Aufhellung der Haut.
Mensch, mensch, bei uns knallen sich die Leute irgendein Carotinzeug auf die Haut, nehmen Kapseln oder irgendeinen Selbstbräuner aus der Tube oder knallen sich stundenlang in die Sonne.....und hier in Thailand geben sie viel Geld dafür aus, dass der Teint etwas heller wird. Verkehrte Welt!
Das Foto ist drei Tage alt (Koh Kong - Grenzort in Kambodscha)

 

Mein Bungalow gefällt mir

             "Hello Kitty" heißt die Bettwäsche  - Über Geschmack läßt sich nictht streiten

Das beste Frühstück auf meiner Reise. Kaffee, Saft, Mineralwasser, versch. Sorten Fleisch, Spiegelei, Mango, Erdbeeren.....und nachdem ich das Foto mit meinem Handy aufgenommen hatte, kamen auch noch mit marmelade belegte Weißbrote.
Sehr nett: Abend brachte mir der Besitzer noch eine Räucherspirale gegen Moskitos

Falls dann wirklich mal der Strom ausfallen sollte und damit auch der Durchlauferhitzer für die Dusche: so eine Warmwasserreserve auf dem Dach hätte mir geholfen.

......und heute eine super Zugabe:
Weil ich 4 Übernachtungen gebucht habe, haben sie mir die komplette Schmutzwäsche kostenlos gewaschen. Dankeschön!

Gestern mit 2 Einheimischen Bier getrunken. Die sprachen kein Wort englisch und ich kein Wort thailändisch. Beer scheint international zu sein. Wir haben uns ausgezeichnet unterhalten ;-)

15.02.17
Pattaya erreicht.
Weitere Fotos und den Text dazu auf der gesonderten Seite "Pattaya"
 

Dankeschön!
Dieses Foto aus Kampot ist ca. 3 Wochen alt. Nachdem ich ziemlich über booking.com geschimpft hatte, kam heute, mit etwas Verspätung doch noch die Rückmeldung, dass mir alle Mehrkosten in Kampot wie beantragt ersetzt werden (24 $ - Kleinvieh macht auch Mist, gerade bei Lippern soll das so sein.) Hier ein Auszug aus der heutigen Mail:

"Dear Erhard Krull,

vielen Dank für Ihre Buchung bei Booking.com.

Wir hätten Ihre Reservierung 1713008983 in der Unterkunft Apsara Guest House Kampot City gerne telefonisch mit Ihnen besprochen. Leider war der Zeitpunkt nicht angemessenen, Sie anzurufen.

Wir möchten uns nochmals für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Unser Customer Relations Team hat Ihren Fall überprüft und kann bestätigen, dass Ihnen eine Rückerstattung von USD 24 zusteht......."

 


 

Foto: So schaue ich von meinem Zimmer in der 2.Etage auf das Schwimmbad des "Jean Boutique" Hotels. Das Hotel liegt 150-200 Meter vom Strand entfernt.

17.02.

Wenn man die Strandstraße in Pattaya entlanggeht, sind auf der einen Seite die Restaurants, Kneipen (oft mit passabler Livemusik), einige Läden und 2 oder 3 Einkaufszentren. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind Palmen und dann der schmale Sandstrand. Dort stehen zwar viele Liegestühle, aber diese sind kaum belegt. Das liegt daran, weil das eigentliche Leben in dieser Stadt erst um 17 Uhr beginnt. Bis zum frühen Abend sind dann wohl auch die letzten Nachtschwärmer aufgestanden.
Mein Frühstück nehme ich doch tatsächlich im Deutschen Haus ein. Ich habe einen wirklichen Heißhunger auf „unser“ Brot und „unseren“ Kaffee. Abends esse ich aber während der ganzen Reise ausschließlich asiatische Speisen.
Am ersten Abend habe ich die Straßenseite mit den Kneipen, Restaurants usw. genommen. Durch einige Nebenstraßen mit den Massagesalons, Go-Go Bars und Kneipen bin ich geschlendert, bevor ich das Essensgeschäft meines Vertrauens gefunden habe. Diese Straße war mir aufgefallen, weil sie ab abends für Autos und Kräder gesperrt, also etwas ruhiger ist.
Gestern bin ich dann, nachdem ich mir gute Livemusik (Rock) angehört hatte, auf der Strandseite zum Hotel zurückgegangen und dort kann man sehen, wie ärmlich es in weiten Teilen Thailands noch zu sein scheint. Alle paar Meter standen dort junge Frauen und Mädchen, die nicht einmal genug Geld haben, um sich etwas mehr Stoff um den Po leisten zu können. Anscheinend warteten alle auf ihren Freund oder Freundin, doch diese hatte sie anscheinend vergessen. Ich konnte aber feststellen, dass sich eine Vielzahl von meistens älteren Männern um diese Frauen rührend kümmerte.
Etwas mehr Geld scheinen die Damen allerdings für Schuhe und Schminke auszugeben. Wenn ich so hohe Schuhe tragen müsste, bekäme ich wohl Höhenangst.

Bei der schlagfertigen Auseinandersetzung "britischer Zechpreller gegen geprellte Bardame" war ich letzte Nacht nicht anwesend. Ich lag wohl schon im Bett. Aber bei so wichtigen Ereignissen ist Youtube zur Stelle. Kurz nach dem Zwischenfall konnte ich im Netz verfolgen, was ich verpasst (oder nicht verpasst) habe. Den kleinen Filmbeitrag habe ich auf der Seite "Pattaya" veröffentlicht.

17.02.
Einen kleinen Text zum Hotspot des Nachtlebens (Walking Street) habe ich auf der Seite "Pattaya" veröffentlicht.

 

18.02.
Zuerst einmal ärgere ich mich über mich selber. Da habe ich in der letzten Woche ein Buch auf meinem Tolino gelesen. "Zero" hat mir gefallen und da ich vom gleichen Autor auch vor meinem Urlaub das Buch "Blackout" heruntergeladen hatte, wollte ich heute gleich anfangen dieses zu lesen. Shit! Ich habe die engl. Version heruntergeladen.
Als zweites ärgere ich mich über der "Laundry-Geschäft", 50 Meter neben dem Hotel. Gestern morgen habe ich meine Schmutzwäsche dorthin gebracht. Sie sollte bis 17 Uhr fertig sein -- war sie aber nicht. Ich könnte sie irgendwann am nächsten Tag, also heute abholen. Da habe ich einen kleinen Aufstand gemacht und wollte meine Wäsche wieder haben, denn am 18.02. geht es geplant nach Bangkok, meiner letzten Station.
Ich einigte mich dann auf 11 Uhr und hoffe, dass die Wäsche dann wirklich fertig ist. So bin ich heute morgen nicht flexibel, wann es genau weitergeht. Die Busse fahren zwar regelmäßig die Hauptstadt an, aber ich bin nicht so flexibel wie gewünscht, was die Uhrzeit angeht.

Wo liegt in Deutschland eigentlich dieses Neuschwei(n)z?

Da hat mich dankenswerterweise das Paar von der Rezeption zum Busbahnhof gebracht. Nicht mal ein Trinkgeld haben sie angenommen.
Im Auto fing ich mit Smaltalk an (mit meinen schlechten Englischkenntnissen):
"In Deutschland ist es aktuell 30 Grad kühler als hier".
"Wieviel Grad in Deutschland?"
"Na ja, so 5 ungefähr, in Bangkok sollen es heute ja 35 werden."
"Wieviel im Mai? Wir fliegen nämlich im Mai nach Deutschland"
"Da ist es wärmer, vielleicht so 20 Grad. Wo soll es denn hingehen?"
"Nach Neuschweiz"
"Das kenne ich nicht. Schweiz oder Deutschland?"
"Deutschland, im Süden"
"Hmm, das sagt mir gar nichts. Wie heißt das noch mal?" Ich passe jetzt genau auf:
"Neuschweinz"
"Auch das sagt mir gar nichts, München?
"Disneyland"
"Das liegt aber in Paris, Frankreich, nicht in Deutschland"
"Nein, so wie Disneyland. Der Name ist Neuschweinz, im Süden von Deutschland"
Mir haben diese Infos gereicht. Bevor wir am Busbahnhof ankamen, hatte ich das Rätsel mit diesen Anhaltspunkten gelöst.
Wer kommt noch drauf?

 

19.02.2017

Schade, dass ich nur mein Handy zum Fotografieren dabei hatte. Ich wohne nur 200 Meter vom "Art and Culture Centre" entfernt und dort gibt es aktuell eine ganz tolle Fotoausstellung von Sebastiano  Salgado mit dem Titel "The World Through His Eyes". S/W Bilder aus der ganzen Welt, fotografiert von einem bekannten Fotografen. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Beeindruckende Bilder aus Süd- und Mittelamerika aus den 80igern, Papua Neuguinea, Madagaskar, Antarktis, Bangladesh, Indien, Algerien, Kriegsauswirkungen in Syrien, Afghanistan, Kroatien, Bilder aus Afrika, Russland, usw. Ich bin völlig begeistert.

Jetzt weiss ich, wie das funktioniert........

20.02.2017
So langsan wird es Zeit, dass ich wieder nach Hause kommmen.
Etwas über Buddha und das Königshaus habe ich auf der Seite Bangkok veröffentlicht.

 

....die jeweiligen Stromkreise stehen am Kasten

In dem Moloch der Metropole ist es mir mittlerweile absolut zu heiß. Ich hüpfe nur noch von einem klimatisierten Raum iin den nächsten. Hier habe ich wohl zu viele Tage eingeplant.

 

 

21.02.17
Hier habe ich mal ein Straßenbild vom verstorbenen König aufgenommen.
Er galt als leidenschaftlicher
Saxophon-Spieler, der gerne mit anderen Jazzern im Palast von Bangkok spielte (so 1960 mit Benny Goodman).
Das Bild habe ich in der Nähe des Großen Palastes aufgenommen. Ins Innere kam ich nicht, weil ich keine lange Hose angezogen hatte. Weitere Bilder des heutigen Tages befinden sich auf der Seite "Bangkok".
Die Hitze macht mir langsam zu schaffen. Dazu kommen durch die Spaziergänge im chinesischen Viertel (gestern) und in der Altstadt (heute) wieder verstärkte Hüftprobleme. Langsam will ich nach Hause ;-)

 

22.02.
Am vorletzten Tag lasse ich es ganz langsam angehen. Es ist nur ein kleiner Spaziergang in der Altstadt angesagt. Für mehr ist es mir zu warm.
Da freue ich mich, dass ich zufällig an einem kleinen Betrieb vorbeikomme, wo noch Almosenschalen mit den Händen bearbeitet werden. Der Berufszweig stirbt langsam aus. Maschinell hergstellte Schalen aus China sind eben günstiger.

23.02.2014
So, mit diesem Bild möchte ich mich aus Südostasien verabschieden. Es zeigt einen Sonnenuntergang vor der Küste Pattayas.
Um 2:30 Uhr holt mich das Taxi ab und um 5:50 Uhr Ortszeit geht der Flieger nach Peking. Die dortige Wartezeit ist gering und der nächste Flieger bringt mich nach Frankfürt. Die DB hat versprochen, mich um 23:19 Uhr in Bielefeld rauszulassen. Das wird ein langer Tag, denn wenn ich gegen 24 Uhr zu Hause bin, zeigt meine innere Uhr bereits 6:00 Uhr des Folgetages.
@Ivonne: Falls ich wegen Jetlag am Montag am Schreibtisch einschlafen solte, darfst Du mich gerne mit einer Tasse starken Kaffee wecken ;-)

Vollständig zufrieden bin ich mit der Urlaubsreise nicht, aber es bleiben viele schöne Erinnerungen.

Für den kommenden Winter bin ich zu einer Hochzeitsfeier am 26.12. in Tansania eingeladen. Ich vermute mal, dass die Fete im Kibo-Hotel, am Fuße des Kilimanjaro (Beginn der Coca-Cola-Route) stattfindet. Auf 1.200 Meter ist die dortige Hitze halbwegs erträglich, obwohl dann im Dezember südlich des Äquators Hochsommer ist. Ich werde mir das noch überlegen, denn "nur" für eine Hochzeitsfeier wäre mir ein ca. 1-wöchiger Aufenthalt zu teuer. Das werde ich sicherlich nur machen, wenn mir noch andere Ziele (um die Jahreszeit auf keinen Fall Dar es Salaam und Sansibar) einfallen. Ich werde auf zukünftigen Reisen noch mehr darauf achten, dass die durchschnittlichen Temperaturen nicht erheblich über meinen Wohlfühtemperaturen liegen. Ich hätte nämlich schon diesen Urlaub mehr unternommen, aber gerade die 35, 36 ° Schattentemperatur  an den letzten Tagen in einer Großstadt wo es kaum Luftzirkulation gibt und die Fahrzeuge zusätzlich erhebliche Abgase ausstoßen, haben mir gezeigt, was ich nicht so unbedingt mehr möchte.
In den nächsten Monaten stehen erst einmal nur ganz kleine Reisen auf meinem Plan. Über Ostern geht es einige Tage nach Nordzypern.
Ich möchte später in Beirut einen Flüchling besuchen, der zurückgekehrt ist und sich freut, wenn ich komme. Er würde mir diese tolle Stadt aus Sicht eines Einheimischen zeigen. Das ist etwas, auf das ich mich so richtig freuen kann. Vielleicht findet die Reise mit mehreren Leuten über eines der verlängerten Wochenenden statt. Interesse scheint vorhanden zu sein. Ich denke mal an 4-6 Tage. Im Sommer ist dann eine  Kur am Bodensee auf meinem Plan und ich könnte mir vorstellen, anschließend noch etwas die Schweiz und Straßburg zu besuchen. Dazu müsste aber noch eine Person zu Hause ihr Interesse bekunden.
So, jetzt ist es draußen dunkel. Ich werde meine Papiere aus dem Tresor holen, das restliche Keingeld verprassen und dann versuchen, noch 3 Stunden zu schlafen.
Ich freue mich, mit dem ein oder anderen Leser ab der nächsten Woche mal wieder ein Bier zu trinken. Die Weichen sind gestellt. Bis denne und liebe Grüße,
Erhard alias Regenbogenjimmy

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