Vung Tau

Von Saigon aus kann ich die Küstenstadt Vung Tau entweder mit einem Bus oder auf dem Wasserweg erreichen

 

Das Meraki Hotel in Saigon hatte eine Shuttlebusfahrt nach Vung Tau für mich gebucht. Da das Taxi nicht rechzeitig kam, brachte mich ein Motorrad kostenfrei zur Abfahrtsstelle. Dankeschön.
Die Fahrt in einem klimatisierten Kleinbus war angenehm und dauerte 2 Stunden. Der Preis in Höhe von 10 Dollar ist völlig okay, nachdem gestern eine Agentur 27 Euro haben wollte.
Vung Tau ist ein touristischer Ort, der aber überwiegend von Vietnamesen besucht wird. Ausländer entdecken diesen Küstenstreifen nur langsam.
Ich habe eine saubere Appartementwohnung nur 250 Meter vom Ufer des Chinesischen Meeres gebucht. Mir gefällt die Unterkunft gut.
Gleich nach der Ankunft gehe ich zum Strand. Die Ruhe (im Gegensatz zu Saigon) gefällt mir. Eine Frau auf einem Motorroller hält neben mir "Massage bum bum?". Das Wort "Massage" verstehe ich ja noch. "Bum, bum" google ich mal nach meinem Urlaub. Ich meine mich zu erinnern, dass die Fische bei der Fussmassage anders heißen.

 

 

Sonnenuntergang ist meine Lieblingsfarbe

Ein schöner Sonnenuntergang kosten nicht einmal Eintritt

 

 

07.01.2017 kurz vor Sonnenuntergang

Mit diesen Booten wird nachts auf Fang gefahren. Heute (9.1.17) war ich auch auf dem Fischmarkt. Die Leute (Fischer/Händler) müssen für wenig Geld hart, hart arbeiten!

Abendstimmung in Vang Tau

Erinnert mich an Rothenburg/Tauber  und das weit im Januar bei 30 Grad......Respekt

"One hour, little child?"
Einige Sätze zur Prostitution in Vietnam. Nachdem zu Zeiten der Indochinakriege die Bereiche Prostitution und Drogen blühten wie kaum woanders auf der Welt, versucht die Regierung seit Jahrzehnten diese Bereiche einzudämmen. Prostitution und Drogenbesitz sind streng verboten und werden hart bestraft. Das betrifft sowohl die Prostituierten, die monatelang in Umerziehungslagern landen, als auch die Freier, die hart bestraft werden. Die Gefängnisaufenthalte sind dabei längst nicht mit den unseren vergleichbar, wie man sich vorstellen kann.
Regelmäßig werden in Hotels, Massagestudios usw. Razzien durchgeführt. Sollten Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, werden die Betriebe sofort geschlossen.
Was im Verborgenen läuft, kann und will ich nicht wissen.
Ich selber bin zwei oder dreimal in Vung Tau von Frauen angesprochen worden. Da ich kein vietnamesisch kann und die Frauen kein englisch, kann ich nur vermuten, dass diese sich ein Extra-Geld verdienen wollten.
Was mich aber gestern völlig schockiert hat, war die Ansage/Frage eines Rollerfahrers:
„One hour, little child?“. So schlecht sind meine Englischkenntnisse dann doch nicht, um diese Frage nicht zu verstehen und dort einzuordnen, wo sie hingehört.
Was für Eltern müssen das sein, die mit den Körpern ihrer kleinen Kinder Geld verdienen? Wie „überleben“ diese Kinder das?
Die erwachsenen Frauen wissen, was sie tun und entscheiden (vielleicht aus Not heraus) was sie tun oder lassen. Aber die Kinder können erst gar keine Entscheidung fällen. Sie sind den Männern schutzlos ausgeliefert und diese können mit ihnen machen, was sie wollen. Ich konnte gar nicht so viel essen, wie ich gestern kotzen wollte.

Übrigens: Einem Star der frühen 70iger, Gary Glitter, wurde das zum Verhängnis. Hier der entsprechende Auszug eines Artikels aus Wikipedia:
In der vietnamesischen Gesetzgebung ist als Strafe für Kindesmissbrauch und Sex mit Minderjährigen die Todesstrafe festgelegt. Im Januar 2006 wurde Glitter angeklagt, Unzucht mit zwei Mädchen im Alter von zehn und elf Jahren begangen zu haben. Die Akten dieses Verfahrens belegen, dass nach Zahlung von je 2000 US-Dollar an die Eltern der Anklagepunkt von Sex mit Minderjährigen auf unsittliche Berührung herabgestuft wurde. Ein vietnamesisches Gericht verurteilte ihn am 3. März 2006 nach zweitägiger, nichtöffentlicher Verhandlung zu drei Jahren Haft und anschließender Abschiebung. Glitter selbst hatte seine Unschuld beteuert und das Verfahren als eine Verschwörung bezeichnet. Später wurde seine Haftstrafe um drei Monate reduziert. Am 2. August 2008 wurde Glitter aus dem Gefängnis entlassen und am 22. August 2008 nach Großbritannien abgeschoben, nachdem ihm Thailand und China die von ihm beantragte Einreise verweigert hatten.
Er zählt in Großbritannien zu den registrierten Sexualstraftätern und muss unter strengen Auflagen leben.
Am 28. Oktober 2012 wurde Glitter im Zusammenhang mit dem Kindesmissbrauchsskandal um den verstorbenen BBC-Moderator Jimmy Savile festgenommen („Operation Yewtree“), kam jedoch gegen Kaution zunächst wieder auf freien Fuß.
Beim Abschluss der polizeilichen Untersuchungen im Juni 2014 stand Glitter für die Ermittler in Zusammenhang mit acht Sexualdelikten gegenüber zwei minderjährigen Mädchen in den Jahren 1977 bis 1980. Im Januar 2015 begann der Prozess gegen den Musiker. Glitter wurde verschiedener sexueller Vergehen gegen Minderjährige angeklagt, darunter sieben Fälle unzüchtiger Handlungen und ein versuchter Missbrauch. Am 5. Februar 2015 wurde er schuldig gesprochen und am 27. Februar zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt

 

 

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© Erhard Krull